Der AOK-Bundesverband

Fot Vorstand AOK-Bundesverband

Jürgen Graalmann (links) und Uwe Deh

Kernaufgaben des neuen AOK-Bundesverbandes seit 1. Januar 2009 sind die Interessenvertretung gegenüber der Bundespolitik, dem GKV-Spitzenverband und den Vertragspartnern der Gesundheitskasse auf Bundesebene. Aber auch die Entwicklung neuer Produkte, die Markenpflege als Gesundheitskasse sowie das Finanzmanagement im Haftungsverbund der AOK-Gemeinschaft werden vom AOK-Bundesverband übernommen. Geschäftsführender Vorstand sind seit 1. Oktober 2011 Jürgen Graalmann und Uwe Deh. Sie leiten das operative Geschäft. Graalmann ist Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden Dr. Herbert Reichelt, der in den Ruhestand geht. Graalmann, zuvor bereits im Geschäftsführenden Vorstand, und Deh, zuvor Vorstandsvorsitzender der AOK Sachsen-Anhalt, waren im März 2011 vom Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes zum neuen Geschäftsführenden Vorstand berufen worden.

Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld des AOK-Bundesverbandes ist der Vertragswettbewerb. Für die AOK-Gemeinschaft und in Zusammenarbeit mit den AOKs wird der Bundesverband künftig noch intensiver nach interessanten Vertragskonstellationen mit Hausärzten oder Arzneimittel-Herstellern suchen, neue Möglichkeiten zur Integrierten Versorgung ausloten und Disease-Management-Programme für chronisch Kranke weiter entwickeln.

Audit Beruf und Familie

Die neuen Aufgaben des AOK-Bundesverbandes lassen sich unter der Überschrift "System sichern, System gestalten und Systemeffizienz erhöhen" zusammenfassen. Der Bundesverband wird sich so als leistungsstarker und innovativer Dienstleister für das AOK-System mit seinen mehr als 24 Millionen Versicherten profilieren.

Alle strategischen Entscheidungen über den weiteren Kurs des AOK-Systems treffen die elf AOKs als Gesellschafter des Bundesverbandes künftig gemeinsam. Dies sieht der Gesellschaftsvertrag vor, den jede AOK unterzeichnet hat. Der Erweiterte Vorstand ist das zentrale Gremium des neuen Bundesverbandes. Ihm gehören der Geschäftsführende Vorstand des AOK-Bundesverbandes sowie die Vorstandsvorsitzenden aller AOKs an. Er gewährleistet, dass grundsätzliche Entscheidungen von allen AOKs einvernehmlich getragen werden.

Die Selbstverwaltung begleitet die Arbeit des AOK-Bundesverbandes künftig in einem Aufsichtsrat, der Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung zu treffen hat und auch - auf Vorschlag des Erweiterten Vorstands - den Geschäftsführenden Vorstand bestellt sowie den Haushalt feststellt. Dem Aufsichtsrat gehören jeweils ein Verwaltungsrat der Versicherten- und der Arbeitgeberseite von jeder einzelnen AOK an.

"Denkfabrik" für das Gesundheitswesen

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) arbeitet als "Denkfabrik" für die gesetzliche Krankenversicherung. Die Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen werten unter anderem die Arzneimittelverordnungen für die gesamte gesetzliche Krankenversicherung aus und liefern mit dem Krankenhaus-Report, dem Fehlzeiten-Report, dem Versorgungs-Report oder als Mitherausgeber des Arzneiverordnungs-Reports jedes Jahr Analysen und Konzepte für eine qualitativ hochwertige und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung.