Selbstverwaltung - ein demokratisches Prinzip

Das Prinzip ist einfach: Bestimmte Aufgaben von öffentlichem Interesse, wie beispielsweise die Gesundheitsversorgung seiner Bürger, überträgt der Staat an die Selbstverwaltung. Ein Erfolgsmodell mit über 125-jähriger Tradition, das sich in vielen Bereichen des modernen, demokratischen Sozialstaates wiederfindet - denn eine selbstverwaltete Sozialversicherung reagiert schneller und flexibler, als der Staat dies könnte.

Auch die AOK ist eine starke demokratische Gemeinschaft: Sie wird von den Versicherten und Arbeitgebern gemeinsam selbst verwaltet. Das heißt: Die Mitglieder bestimmen den Kurs. Das wichtigste Organ der Selbstverwaltung ist der Verwaltungsrat. Er wird paritätisch - das heißt je zur Hälfte - von der Versicherten- und der Arbeitgeberseite gebildet.

Mit der neuen Rechtsform des AOK-Bundesverbandes als Gesellschaft bürgerlichen Rechts hat sich auch dessen Selbstverwaltung geändert. Jeweils ein Verwaltungsrat der Versicherten- und der Arbeitgeberseite von jeder einzelnen AOK bilden nun gemeinsam den Aufsichtsrat des Bundesverbandes. Dieser nimmt unter anderem Einfluss auf finanzielle Fragen sowie die Bestellung des geschäftsführenden Vorstandes. Alternierende Vorsitzende des Aufsichtsrats sind Fritz Schösser (Versichertenvertreter) und Dr. Volker Hansen (Arbeitgebervertreter).

 

Im Porträt - Die Selbstverwaltung in der AOK
Stand April 2012

 

Fragen und Antworten zur Selbstverwaltung

Selbstverwaltung ist nicht gleich Selbstverwaltung. Da gibt es zum einen die soziale Selbstverwaltung der Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung. Und zum anderen die gemeinsame Selbstverwaltung der Krankenkassen, Ärzte und Krankenhäuser. Beide werden in der öffentlichen Diskussion häufig in einen Topf geworfen. Fragen und Antworten zur Klarstellung...