DMP: Bessere Versorgung für chronisch Kranke
Mehr als sechs Millionen Patientinnen und Patienten in Deutschland profitieren bereits von einer strukturierten Behandlung in einem Disease-Management-Programm (DMP). Die Programme tragen dazu bei, die medizinische Versorgung von chronisch Kranken zu verbessern. Die wichtigsten Elemente der DMP sind regelmäßige Folgeuntersuchungen, die individuelle Vereinbarung von Therapiezielen und die Behandlung der Patienten auf der Grundlage der evidenzbasierten Medizin. Die Patienten werden aktiv an der Behandlung beteiligt und bei Bedarf zu ihrer Erkrankung geschult. Neben einer bundesweit einheitlichen Dokumentation und Evaluation sind Maßnahmen zur Qualitätssicherung und regelmäßige Feedbackberichte für die teilnehmenden Ärzte ein fester Bestandteil der deutschen DMP. Wichtigstes Ziel der DMP ist die Vermeidung von Komplikationen und Folgeerkrankungen.
DMP gibt es zurzeit für sechs chronische Erkrankungen: Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2, Brustkrebs, Koronare Herzkrankheit (KHK), Asthma bronchiale und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD). Die AOK hat bei der Umsetzung von DMP eine Vorreiterrolle übernommen. Bereits mehr als 2,7 Millionen AOK-Versicherte haben sich für die Teilnahme entschieden. Betreut werden sie von mehr als 40.000 Ärztinnen und Ärzten. Auch mehr als 1.100 Krankenhäuser sind in DMP eingebunden.
Gesetzliche Grundlage der Programme ist das Gesetz zur Reform des Risikostrukturausgleichs (RSA) in der gesetzlichen Krankenversicherung. DMP müssen gesetzlich festgelegten Qualitätskriterien entsprechen. Zuständig für deren Prüfung und die Zulassung der einzelnen Programme ist das Bundesversicherungsamt in Bonn.
Fachinformationen und aktuelle Meldungen für Vertragspartner (gesetzliche und medizinische Grundlagen von DMP, Informationen zu Inhalt und Ablauf der Behandlungsprogramme)
Informationen für Versicherte im AOK-Portal




