Banner AOK-Mitglied werden

 

 

 

Arzneimittelvertrag

 

Fakten und Zahlen zur Pflege

Knapp 70 Millionen Deutsche sind durch die gesetzliche Pflegeversicherung abgesichert. Weitere 9,2 Millionen haben sich für eine private Pflegeversicherung entschieden. Rund 2,25 Millionen Menschen erhalten jeden Monat Leistungen aus der Pflegeversicherung - davon 1,53 Millionen ambulant und etwa 720.000 stationär. Die gesetzliche Pflegeversicherung wurde in zwei Stufen eingeführt: ambulante Leistungen gibt es seit 1. April 1995, stationäre Leistungen seit 1. Juli 1996.

2009 haben die Pflegekassen eine Überschuss von einer Milliarde Euro erzielt. Den Einnahmen von rund 21,3 Milliarden Euro standen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums Ausgaben von 20,3 Milliarden Euro gegenüber. Die Pflegekassen verfügten Ende 2009 über einen Mittelbestand von 4,8 Milliarden Euro - das entspricht 2,8 Monatsausgaben. Der Ausgabenanstieg von 6,2 Prozent gegenüber 2008 spiegelt dem Ministerium zufolge die Leistungsverbesserungen durch das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz wider. So sei die Zahl jener, die die zusätzlichen Betreuungsleistungen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz erhalten, um mehr als 60 Prozent von 70.000 im Jahr 2007 auf 115.000 im Jahr 2009 gestiegen.

1997, dem ersten vollständigen Jahr mit Pflegeleistungen, betrugen die Einnahmen 15,94 Milliarden Euro, die Ausgaben lagen bei 15,14 Milliarden Euro. Bis einschließlich 1998 bauten die Pflegekassen ein Finanzpolster von knapp fünf Miliarden Euro auf. Diese Rücklagen wurden genutzt, um Defizite in den Folgejahren aufzufangen.

Das Risiko der Pflegebedürftigkeit liegt bei Menschen zwischen 60 und 80 Jahren bei 4,2 Prozent. Das Risiko steigt mit dem Alter erheblich: In der Altersgruppe der über 80-Jährigen liegt das Pflegerisiko bereits bei 28,4 Prozent.

Im Jahr 2020 werden nach Prognosen der Rürup-Kommission 2,64 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein. Bis 2030 soll die Zahl auf 3,09 Millionen steigen.

 

Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung (07/09)
herausgegeben vom Bundesministerium für Gesundheit

 

Finanzergebnis 2008

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums haben die gesetzliche Pflegekassen im Jahr 2008 insgesamt Einnahmen von 19,77 Milliarden Euro verbucht. Denen standen Ausgaben von 19,14 Milliarden Euro gegenüber. Durch den Überschuss von 630 Millionen Euro erhöhte sich demnach das Finanzpolster der Pflegeversicherung auf 3,81 Milliarden Euro.

 

Finanzergebnis 2007

Rund 18,02 Miliarden Euro betrugen im Jahr 2007 die Einnahmen der Pflegeversicherung. Die Ausgaben beliefen sich laut Bundesgesundheitsministerium auf 18,34 Milliarden Euro, so dass die Pflegekassen ein Defizit von 320 Millionen Euro verzeichneten. Dieses wurde aus den Rücklagen ausgeglichen. Damit betrug das Finanzpolster der Pflegeversicherung 3,18 Milliarden Euro.