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Arzneimittelvertrag

 

Arzneimittel

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel gehören zu jenen Kostenbereichen mit den höchsten Steigerungsraten. Inzwischen geben die Kassen für Medikamente und Impfstoffe mehr aus als für die Vergütung der Vertragsärzte. Die Politik versucht seit mehr als 20 Jahren immer wieder, die Ausgabensteigerung zu bremsen - mit unterschiedlichem Erfolg (weitere Infos: Geschichte der Reformen).

2010 stiegen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arzneimittel und Impfstoffe gegenüber 2009 um 1,3 Prozent auf 32,03 Milliarden Euro. Ursache für die vergleichsweise niedrige Steigerungsrate ist das Arzneimittel-Sparpaket der Bundesregierung, das zum 1. August 2010 in Kraft getreten ist. Die monatliche Übersicht zur bundesweiten und regionale Entwicklung der Arzneimittelausgaben finden Sie im Gesundheitspartner-Portal der AOK.

Effekte der individuell zwischen Kassen und einzelnen Herstellern vereinbarten Rabatte für bestimmte Arzneimittel sind nicht berücksichtigt. Diese Zahlen liegen nur den einzelnen Krankenkassen vor.

 

Arzneimittel ohne Zuzahlung

Seit Juli 2006 brauchen Patienten für bestimmte rezeptpflichtige Arzneimittel nichts zuzuzahlen, wenn die Hersteller eine bestimmte Preisgrenze einhalten. Der Preis muss mindestens 30 Prozent unter dem Festbetrag liegen, den die gesetzlichen Krankenkassen für das Arzneimittel erstatten. Die Liste der betreffenden Medikamente wird von den Krankenkassen zusammengestellt und alle 14 Tage aktualisiert.

Mehr Informationen und die aktuellen Arzneimittel-Listen

 

Apotheken und Apotheker

Die Zahl der öffentlichen Apotheken inklusive der Filialapotheken in Deutschland ist 2010 erneut gegenüber dem Vorjahr gesunken, und zwar von 21.548 auf 21.441. Dabei erhöhte sich die Zahl der Filialapotheken von 3.224 Ende 2009 auf nunmehr 3.478 - ein Trend, der seit 2004 ungebrochen anhält, wie aus den Statistiken der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hervorgeht. Die Beschäftigtenzahl in den Apotheken stieg demnach von 146.848 im Jahr 2009 auf 147.827 im Jahr 2010. Die Apotheker (48.695) stellten zusammen mit den Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (55.345) etwa zwei Drittel der Arbeitsplätze.

Fachinformationen der AOK für Vertragspartner zum Thema Arzneimittel