Krankenhaus

Für die Krankenhausbehandlung haben die gesetzlichen Krankenkassen in den ersten drei Quartalen 2009 rund 42,4 Milliarden Euro ausgegeben. Das sind rund 2,5 Milliarden Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

 

Krankenhaus-Report 2010

Krankenhaus-Report 2010

Die Produktivität der Krankenhäuser in Deutschland hat sich seit Beginn der Vergütung über diagnosebezogene Fallpauschalen, die Diagnosis Related Groups (DRGs) 2003 erhöht. Die Mehrzahl der Kliniken habe die Chancen genutzt und die Herausforderungen angenommen, heißt es im Krankenhaus-Report 2010, der sich als Schwerpunkt der Frage "Krankenhausversorgung in der Krise?" widmet. Außerdem analysieren die Autoren des Standardwerks, das vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) herausgegeben wird, die aktuelle Situation der Kliniklandschaft.

Weitere Informationen zum aktuellen Krankenhaus-Report

 

Zahlen und Daten zur stationären Versorgung:

(Statistisches Bundesamt, Stand Ende 2008)

Krankenhäuser:

  • In Deutschland gibt es 2.083 Krankenhäuser, vier weniger als 2007.
  • Die Bettenkapazität ist 2008 um 3.594 auf 503.360 Betten gesunken. Das enstpricht 613 Klinikbetten je 100.000 Einwohner. Die Auslastung hat sich auf 77,4 Prozent erhöht (2007: 77,2 Prozent).
  • Die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus ist 2008 weiter gesunken: von durchschnittlich 8,3 Tagen im Jahr 2007 auf jetzt 8,1 Tage. 1993 waren es noch 12,5 Tage.
  • 2008 gab es 17,16 Millionen Behandlungsfälle, knapp 20.000 weniger als 2007. Zum Vergleich: Die bislang höchste Zahl an Behandlungsfällen gab es 2002 mit 17,43 Millionen Fällen.
  • 2008 waren umgerechnet auf die volle tarifliche Arbeitszeit rund 798.000 Personen (+0,66 Prozent) in deutschen Krankenhäusern beschäftigt.
  • Die Zahl der Vollkräfte im ärztlichen Dienst stieg 2008 gegenüber 2007 um 2.100 (+1,7 Prozent) auf 128.117 Ärztinnen und Ärzte.
  • Im nichtärztlichen Dienst waren 669.437 Vollkräfte beschäftigt, 3.138 mehr als 2007.

Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen:

  • Ende 2008 gibt es 1.239 Vorsorge- und Reha-Einrichtungen, genauso viele wie 2007.
  • Ihre Auslastung ist 2008 gegenüber 2007 leicht von 79,4 auf 81,3 Prozent gestiegen: die Bettenkapazität stieg um 215 auf 171.060. Je 100.000 Einwohner gibt es 208 Betten in diesem Bereich der stationären Versorgung.
  • 2008 verzeichneten die Vorsorge- und Reha-Einrichtungen rund zwei Millionen Behandlungsfälle. Im Schnitt blieb ein Patient 25,3 Tage - 0,2 Tage weniger als 2007.
  • Von den knapp 92.000 Vollkräften gehörten zum Jahresende 2008 genau 8.242 dem ärztlichen Dienst und 83.611 dem nichtärztlichen Dienst an.
  • Ein Viertel der im nichtärztlichen Dienst beschäftigten Vollkräfte arbeitet im Pflegedienst.

Krankenhaus-Fachinformationen der AOK