Zahnärztliche Behandlung
Die AOK trägt die Kosten der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung und Behandlung beim Zahnarzt. Bei Füllungen übernimmt die AOK die Kosten für Plomben aus Amalgam sowie aus bestimmten Kunststoffen.
Bei Kindern und Jugendlichen, die bei Beginn der Behandlung noch nicht 18 Jahre alt sind, übernimmt die AOK alle Kosten für die kieferorthopädische Behandlung.
Alle Patienten ab 18 Jahren müssen eine Praxisgebühr von zehn Euro bezahlen, wenn sie das erste Mal in einem Quartal bei einem Zahnarzt behandelt werden. Die Praxisgebühr fällt nicht bei reinen Vorsorgeterminen an.
Zahnersatz
Zahnersatz bleibt weiterhin eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Krankenkassen zahlen seit Januar 2005 für Kronen, Brücken und Prothesen einen klar kalkulierbaren, festgelegten Betrag - den befundorientierten Festzuschuss.
Mehr Informationen zur Neuregelung der befundorientierten Festzuschüssen
AOK-Versicherte haben freie Auswahl unter den rund 51.000 Vertragszahnärzten in Deutschland. Vor Beginn der Behandlung erstellt der Zahnmediziner einen kostenfreien Heil- und Kostenplan, den die AOK genehmigen muss.
Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen
Die AOK sorgt dafür, dass mögliche Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten schon früh entdeckt werden: Mit den neuen zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder. Insgesamt drei Untersuchungen finden zwischen dem 30. Lebensmonat und dem sechsten Lebensjahr Ihres Kindes statt.
Beim "Kinderzahn-TÜV" werden unter anderem die Mundhöhle des Kindes untersucht, das Kariesrisiko eingeschätzt und geeignete Fluoridierungsmittel zur Härtung des Zahnschmelzes empfohlen. Wenn der Zahnarzt feststellt, dass ein Kind besonders stark zu Karies neigt, bekommt es zusätzlich alle sechs Monate eine Behandlung mit Fluoridlack.
Zahnarztdichte
Im Zeitraum vom Januar bis Ende Juni kosteten zahnärztliche Behandlungen die gesetzlichen Krankenkassen fast 4,3 Milliarden Euro. Da ist ein Plus von 4,6 Prozent im Vergleich zum 1. Halbjahr 2008.
Ende 2007 waren in Deutschland insgesamt 65.929 Zahnärzte tätig – so viele wie nie zuvor. 55.799 davon waren niedergelassene Zahnärzte, darunter 39,4 Prozent Frauen. Auf einen Zahnarzt kamen 1.247 Einwohner. 2004 waren 64.997 Zahnärzte tätig gewesen. Das waren 1.269 Einwohner pro Zahnarzt.




