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Hospiz

Hospize im engeren Sinne sind Einrichtungen, in denen unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase palliativmedizinisch, das heißt leidensmindernd, pflegerisch und seelisch betreut werden, um ihnen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben bis zum Tod zu ermöglichen. Wichtige Merkmale sind neben einer ausreichenden Schmerztherapie auch die Sterbebegleitung durch Einbindung der Angehörigen. Es gibt ambulant, teilstationär und stationär tätige Hospizvereinigungen.

Seit dem 2. GKV-Neuordnungsgesetz (1. Juli 1997) können Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung einen Zuschuss zur Versorgung in Hospizen erhalten, wenn sie keiner Krankenhausbehandlung bedürfen und eine ambulante Betreuung im Haushalt oder in der Familie nicht möglich ist. Die Krankenkassen schließen hierzu mit den Hospizen Versorgungsverträge und legen die Höhe des Zuschusses in ihren Satzungen fest. Der Mindestzuschuss beträgt im Jahr 2011 178,85 Euro täglich.

Unter bestimmten Voraussetzungen haben Krankenkassen auch ambulante Hospizdienste zu fördern. Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz vom 1. April 2007 sieht vor, dass den besonderen Belangen in der stationären und ambulanten Hospizversorgung von Kindern Rechnung zu tragen ist.

§ 39 a SGB V

Palliativversorgung

www.dhpv.de