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Pflegestützpunkte

Die Pflege- und Krankenkassen richten zur wohnortnahen Beratung, Versorgung und Betreuung der Versicherten Pflegestützpunkte ein, sofern die zuständige oberste Landesbehörde dies bestimmt. Dabei soll auf vorhandene Beratungsstrukturen zurückgegriffen werden. Zu den Aufgaben der Pflegestützpunkte gehören unter anderem

  • die umfassende und unabhängige Auskunft und Beratung der Pflegeversicherten und der in ihrem Interesse handelnden Personen zu den Rechten und Pflichten nach dem Sozialgesetzbuch;
  • eine Koordinierung aller für die wohnortnahe Versorgung und Betreuung in Betracht kommenden medizinischen, pflegerischen und sozialen Hilfs- und Unterstützungsangebote;
  • Hilfestellung bei der Inanspruchnahme der Leistungen sowie
  • die Vernetzung aufeinander abgestimmter pflegerischer und sozialer Versorgungs- und Betreuungsangebote.

Die an den Pflegestützpunkten beteiligten Kostenträger und Einrichtungen können Verträge zur wohnortnahen integrierten Versorgung abschließen, wobei die beteiligten Pflege- und Krankenkassen gemeinsam und einheitlich handeln. Pflegestützpunkte können bei einer zugelassenen Pflegeeinrichtung errichtet werden. Die für ihren Betrieb erforderlichen Aufwendungen werden von den im Land zugelassenen Trägern anteilig getragen, wobei der auf eine einzelne Pflegekasse entfallende Anteil nicht höher sein darf als der von der Krankenkasse. Die Landesverbände der Pflegekassen können mit den Landesverbänden der Kranken- und Ersatzkassen Rahmenverträge zur Arbeit und Finanzierung der Pflegestützpunkte vereinbaren. Die Spitzenverbände Bund der Pflege- und Krankenkassen können hierfür Empfehlungen vereinbaren.

§§ 7c,  92 c SGB XI

Pflegeberatung