Rosenthaler Gespräche
"Qualität sucht Hausarzt - Wege guter hausärztlicher Versorgung" - unter diesem Thema standen die "Rosenthaler Gespräche" am 25. Mai 2011 im AOK-Bundesverband in Berlin. Zur Veranstaltung
Kopfpauschale
Die Kopfpauschale oder Kopfprämie bezeichnet ein Reformmodell der Ende 2002 von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Rürup-Kommission zur Reform der Sozialversicherungen: Alle beitragspflichtigen Versicherten zahlen einen fixen Beitrag ("Prämie"), der unabhängig vom Einkommen ist.
Der Einkommensausgleich zwischen Besser- und Schlechterverdienern erfolgt über das allgemeine Steuersystem und nicht mehr - wie derzeit - innerhalb der solidarischen Krankenversicherung: Über steuerfinanzierte Zuschüsse sollen Haushalte mit geringem Einkommen unterstützt werden. Die bisher paritätische Finanzierung der Krankenkassenbeiträge durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer würde mit diesem Modell aufgegeben.
Auch die Herzog-Kommission, die vom CDU-Bundesvorstand eingesetzt wurde, hat sich 2003 für ein kapitalgedecktes Prämienmodell entschieden, in das alle Einkünfte einbezogen werden sollen. Danach könnte ab 2013 vom jetzigen Umlageverfahren auf ein Prämienmodell mit etwa 264 Euro monatlich umgestiegen werden. Die Steuerzuschüsse belaufen sich den Berechnungen zufolge auf 27 Milliarden Euro im Jahr.
Das Gegenmodell zum Kopfprämien-Modell ist die sogenannte Bürgerversicherung.





