AOK setzt weiter auf das Erfolgsmodell Arzneimittelrabattverträge

Die AOKs erheben auch 2014 keine Zusatzbeiträge. Das ist nicht zuletzt dank der Rabattverträge für Generika (Nachahmerpräparate) möglich. Durch die bundesweiten Verträge konnte die AOK-Gemeinschaft seit 2007 mehr als 3,6 Milliarden Euro bei den Ausgaben für Arzneimittel einsparen - ohne Verlust an Qualität in der Arzneimittelversorgung.

Die Rabattverträge mit Arzneimittel-Herstellern sorgen dafür, dass eine qualitativ hochwertige Versorgung mit Medikamenten bezahlbar bleibt. Dank der Rabattverträge kann die AOK-Gemeinschaft Medikamente für ihre Versicherten um einen dreistelligen Millionenbetrag günstiger einkaufen.

Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz ermöglicht es den Krankenkassen, mit einem Arzneimittelhersteller Verträge über Preisnachlässe für Medikamente zu schließen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Nachahmerprodukte (Generika), die nach dem Auslaufen des Patentschutzes für Originalpräparate auf den Markt kommen. Seit Mitte 2007 müssen Apotheken bei der Auswahl eines Medikamentes entsprechende Rabattverträge einer Krankenkasse beachten.

Die AOK ist in Deutschland und auf europäischer Ebene Vorreiter bei der Umsetzung der Arzneimittel-Rabattverträge. Seit 2007 hat die AOK-Gemeinschaft 13 Ausschreibungsverfahren gestartet. Die neuesten Verträge der Tranche zwölf sind zum 1. April 2014 in Kraft getreten. Die AOK-Verträge der laufenden Tranchen acht bis zwölf decken rund zwei Drittel des Generikamarktes ab. Sie umfassen inzwischen alle markt- und ausgabenrelevanten Wirkstoffe. Aktuell (Stand: April 2014) laufen Verträge für 248 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem jährlichen AOK-Umsatzvolumen von insgesamt rund fünf Milliarden Euro.


Gute Kliniken besser bezahlen, andere gar nicht

AOK fordert Direktverträge mit Krankenhäusern bei planbaren Eingriffen

Den Krankenkassen muss es künftig möglich sein, Kliniken mit nachweislich schlechter Qualität nicht mehr zu bezahlen. Das fordert der AOK-Bundesverband als Konsequenz aus den Erkenntnissen des Krankenhaus-Reports 2013. Demnach zeigen bestimmte stationäre Behandlungen in den vergangenen Jahren enorme Steigerungsraten, ohne dass sich diese medizinisch begründen lassen.

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