ams-Thema 02/15: Reformpaket mit wenig Stringenz

ams-Grafik: Reformwirkungen

(30.06.15). Die Bundesregierung droht erneut die Chance zu verpassen, die sektorenübergreifende Versorgung zu stärken. "Statt die ambulante und die stationäre Versorgung stärker am Bedarf der Patienten zu orientieren, verfestigt die Große Koalition die strikte Trennung", kritisiert der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, vor der ersten Lesung des Krankenhaus-Strukturgesetzes (KHSG) am Donnerstag (2. Juli). "Die Koalition könnte mutiger sein", sagt Graalmann im Interview mit dem AOK-Medienservice (ams). Der Verbandschef würdigt gleichzeitig den qualitätsorientierten Ansatz des Gesetzes. Das KHSG ist nach dem Versorgungsstärkungsgesetz für die ambulante Versorgung das zweite große Reformgesetz der Großen Koalition. Die aktuelle ams-Themenausgabe beleuchtet umfassend das gesundheitspolitische Reformpaket von Union und SPD. ...-> Presse

Psychiatrische Versorgungsmodelle auf dem wissenschaftlichen Prüfstand

Foto: Patientenzimmer

(30.06.15) Drei Kassenverbände, unter anderem der AOK-Bundesverband, und vier Krankenkassen lassen 13 Modellvorhaben zur psychiatrischen Versorgung nach einem standardisierten Verfahren evaluieren. Ziel ist es, bei steigendem Behandlungsbedarf hochwertige Therapien weiter zu verbessern und mit der Regelversorgung zu vergleichen. In den Projekten, die jetzt wissenschaftlich bewertet werden, werden insgesamt ca. 25.000 Patienten in sieben Bundesländern betreut. Erste Ergebnisse der Evaluation sollen im Jahr 2016 vorliegen. ...-> Presse

Zahnarztpatienten wünschen sich bessere Aufklärung über Kosten

Foto: Zahnarztinstrumente

(29.06.15) Die Patienten in Deutschland sind zufrieden mit ihren Zahnärzten. Dennoch sehen sie Verbesserungsmöglichkeiten bei der Aufklärung über Kosten und bei der Kommunikation. Das Behandlungsgespräch findet bei vielen Patienten noch nicht auf Augenhöhe statt. Das den Ergebnissen zugrundeliegende Arztvergleichsportal "Weisse Liste" wurde jetzt komplett überarbeitet. AOK, BARMER GEK, Techniker Krankenkasse und Bertelsmann BKK rufen ihre Versicherten zur Bewertung auf. ...-> Presse

Deutsche Krebshilfe gibt weitere Mittel für PREFERE frei

Foto: Beratungsgespräch Arzt Patient

(29.06.15). Die Deutsche Krebshilfe (DKH) hat beschlossen, die deutsche Prostatakrebsstudie PREFERE weiter zu fördern. PREFERE vergleicht in einer prospektiven randomisierten Studie über 13 Jahre alle vier aktuell gängigen Therapieoptionen bei Prostatakrebs. Die Fragen, die mit der Studie geklärt werden sollen, seien zentral für die künftige Behandlung von Prostatakrebs im frühen Stadium, sagt Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes und federführender Vertreter der Kassenverbände. Die gesetzliche und private Krankenversicherung beteiligen sich mit 11,5 Millionen Euro an PREFERE. Die DKH hat insgesamt 13,5 Millionen Euro eingeplant. ...-> Presse

ams-Ratgeber 06/15: ADHS - Sport tut wilden Jungs und Mädchen gut

ams-Foto Klettern

(25.06.15) Knapp fünf Prozent der Kinder in Deutschland leiden laut Robert-Koch-Institut an der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Oft fallen die Kinder schon im Kita-Alter oder erst verstärkt in der Schule auf, weil sie unaufmerksam, impulsiv und zappelig sind. Regelmäßige Bewegung bietet Jungen und Mädchen mit ADHS die Möglichkeit, besser mit ihren Symptomen klarzukommen - mehr dazu in der aktuellen Ratgeber-Ausgabe des AOK-Medienservice (ams). ...-> Presse

G+G 06/15: Schwesig mahnt bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf an

Cover: G+G 06/15

(22.06.15) Flexible Arbeitszeiten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind für Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig der Schlüssel für mehr Lebensqualität. Dabei hat die Ministerin nicht nur den Nachwuchs im Blick. "Die demografische Entwicklung führt dazu, dass Gesellschaft und Politik Lösungen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf finden müssen", schreibt die Ministerin in der aktuellen Ausgabe des AOK-Forums "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). Schwesig verweist auf die Neuregelungen des Gesetzes zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf, das seit Januar 2015 in Kraft ist. Dazu zählen das Pflegeunterstützungsgeld sowie der Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit. Titel-Thema der Juni-Ausgabe: Die Chancen und Risiken der digitalen Selbstkontrolle. ...-> Mediathek

Medizinprodukte: Patientenschutz in Europa weiter auf niedrigem Niveau

Foto Beratung für künstliche Gelenke

(19.06.15) Die Regeln für die Zulassung von Medizinprodukten in der Europäischen Union (EU) bleiben lasch. So sehen die Beschlüsse des EU-Ministerrates bei der Verpflichtung auf klinische Studien zu Sicherheit und Wirksamkeit zahlreiche Ausnahmen vor. Ebenso vorerst vom Tisch ist eine verpflichtende Haftpflichtversicherung für Medizinproduktehersteller. Auch eine zentrale Zulassungsstelle ist weiter nicht vorgesehen. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, sprach am Freitag (19.Juni) von einem halbherzigen Beschluss des EU-Ministerrats. ...-> Presse

20 Jahre Berliner Gesundheitspreis: Preisträger 2015 ausgezeichnet

Gruppenfoto: Berliner Gesundheitspreis 2015

(18.06.15) Das sogenannte "Weddinger Modell" der Berliner Charité zur psychiatrischen Behandlung ist mit dem Berliner Gesundheitspreis 2015 ausgezeichnet worden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe übergab den Preis am Mittwochabend (17. Juni) im Rahmen einer Feierstunde im Haus des AOK-Bundesverbandes. Die Preisverleihung stand im Mittelpunkt des Festakts zum 20-jährigen Bestehen des Berliner Gesundheitspreises, den die AOK Nordost, die Ärztekammer Berlin und der AOK-Bundesverband 1995 ins Leben gerufen haben. ...-> Die AOK

Hauptstadtkongress 2015: Qualität ist der Schlüssel zu Finanzierung

Foto: Hauptstadtkongress 2015

(11.06.15) Qualität ist aus Sicht der AOK der Schlüssel zu einer nachhaltigen Finanzierung des Gesundheitswesens. Nur durch einen qualitätsorientierten Strukturwandel lasse sich drohende Rationierung verhindern, sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, am Donnerstag (11. Juni) beim "Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit". Nötig seien dazu stärkere Zentralisierung und Spezialisierung von Leistungen, sektorenübergreifende Bedarfsplanung und eine bessere Nutzen-Orientierung. Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des Verbandes, forderte auf dem Kongress eine Weiterentwicklung des Gesetzes zur frühen Nutzenbewertung von neuen Medikamenten. Die Nutzenbewertung dürfe nicht mit der Zulassung eines Mittels enden. ...-> Politik

ams-Politik 06/15: Kampf gegen Antibiotikaresistenz – besser spät als nie

ams-Grafik: WIdOmonitor 01/15 IGeL

(11.06.15) Jeder zehnte gesundheitsgefährdende Keim gilt mittlerweile als resistent gegen Antibiotika. Viel Zeit habe die Weltgemeinschaft bisher ungenutzt verstreichen lassen, kommentiert Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), in der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medienservice (ams) die Initiative des G7-Gipfels Anfang Juni im bayrischen Elmau. Das WIdO selbst hatte bereits 2003 eine Studie zum übermäßigen Antibiotika-Einsatz in Deutschland veröffentlicht. Weitere Themen der Juniausgabe: Warum dem Versorgungsstärkungsgesetz an Schlagkraft fehlt und was sich die Menschen von der Pflegepolitik wünschen. ...-> Presse

"Rabattverträge bleiben Garant für Ausgabenstabilität"

Logo: Arzneirabattverträge

(29.05.15) Während die Preise für neue Medikamente teilweise durch die Decke schießen, bleiben die Rabattverträge ein Garant für Ausgabenstabilität. 2014 haben die Einsparungen durch direkte Verträge zwischen Krankenkassen und einzelnen Pharmaunternehmen erstmals die Grenze von jährlich drei Milliarden Euro überschritten. Die AOK setzt deshab weiter auf dieses Wettbewerbsinstrument: Am Montag (1. Juni) treten neue Rabattverträge in Kraft. Die inzwischen 14. Tranche umfasst 109 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem Umsatzvolumen von zuletzt rund zwei Milliarden Euro. ...-> Presse

Bühnenreif: Rezepte für ein gesundes Familienleben

Foto: AOK-Kindertheater

(28.05.15) 81 Prozent der Eltern genießen die regelmäßigen Mahlzeiten mit ihren Kindern, lautet ein zentrales Ergebnis der AOK-Familienstudie 2014. Oft tragen einfache Dinge viel zur Harmonie um Familienalltag bei. Was Eltern und Kinder im Zusammenleben für ihr eigenes Wohlbefinden tun können, ist das Thema des AOK-Kindertheaters 2015: Am Mittwoch (27. Mai) ist "Henriettas Reise ins Weltall" zur Deutschlandtournee gestartet. An bundesweit 20 Spielorten können Grundschulklassen die Abenteuer der kleinen Henrietta auf der Bühne verfolgen. ...-> Presse

AOK-Faktenboxen: Leicht verständliches Wissen für mehr Gesundheitskompetenz

Cover Faktenboxen Influenza

(26.05.15) Mit sogenannten Faktenboxen will die AOK das Wissen der Versicherten um Fragen rund um die Gesundheit stärken. Zum Auftakt der gemeinsamen Informationskampagne stellten der AOK-Bundesverband und das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung elf Faktenboxen vor, darunter zu Themen wie Masern-Mumps-Röteln-Impfung, Nahrungsergänzungsmitteln und Eierstock-Ultraschall zur Krebsfrüherkennung. "Die Faktenboxen können eine echte Kompassfunktion übernehmen, wenn es darum geht, sich einen sicheren Überblick über ein medizinisches Thema zu verschaffen", so der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, am Dienstag (26. Mai). ...-> Presse

WIdOmonitor: Ärzte bieten jedem dritten Versicherten IGeL an

Foto Beratungsgespräch

(18.05.15) Jeder dritte gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren hat von seinem Arzt innerhalb eines Jahres eine "Individuelle Gesundheitsleistung" (IGeL) angeboten bekommen. Damit ist die IGeL-Quote innerhalb von zwei Jahren von 29,9 auf 33,3 Prozent gestiegen. Das zeigt der WIdOmonitor des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) in einer repräsentativen Erhebung. "Diese Expansion des IGeL-Marktes hat sich vor allem beim Angebot für Frauen vollzogen", erläutert WIdO-Geschäftsführer Jürgen Klauber am Montag (18. Mai). ...-> Gesundheit

Pflege-Report des WIdO: Wachsendes Interesse an neuen Versorgungsformen

Titelbild Pflege-Report 2015

(16.05.15) Neue Wohn- und Versorgungsformen im Fall von Pflegebedürftigkeit stoßen auf wachsendes Interesse. Jeder zweite 50- bis 80-Jährige findet Modelle wie "Betreutes Wohnen" oder das Leben in einem Mehrgenerationenhaus ansprechend. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) für seinen ersten Pflege-Report. Mit der Publikation erweitert das WIdO seine Report-Reihe. ...-> Gesundheit

GKV-Arzneimittelindex: Rekord bei der Zulassung neuer Medikamente

Foto: Arzneimittel auf Rezept

(12.05.15) Nie zuvor kamen so viele neue Arzneistoffe auf den deutschen Markt, und nie waren so viele teure Medikamente darunter. Unter den 45 Neuzulassungen des Jahres 2014 fanden sich ungewöhnlich viele Wirkstoffe zur Therapie seltener Erkrankungen wie beispielsweise Hepatitis C. Nicht wenige der neu verordneten Arzneimittel werden zu Packungspreisen von über 10.000 Euro vertrieben. ...-> Gesundheit

ams-Thema 01/15: Besser lernen durch Bewegung

ams-Foto: Kinderwettlauf

(11.05.15) Wenn Kinder sich viel bewegen, dann profitieren sie davon auch beim Lernen in der Schule. Tägliches Toben, Rennen und Springen sorgt bei zappeligen Kindern außerdem dafür, dass sie ruhiger werden. Dabei profitieren Mädchen und Jungen sowohl vom Sport in der Schule und im Verein, als auch von der täglichen Bewegung zu Hause. Dabei gilt: Je leichter und einfacher man die Bewegung gestaltet, desto öfter macht man sie auch. Mehr dazu in der aktuellen Themen-Ausgabe "Gesunde Schule" des AOK-Medienservice (ams). ...-> Presse

Schrittmacher bei der Klinikqualität

Logo: QMR-Kongress

(04.05.15) Die Behandlungsqualität in Krankenhäusern ist messbar. Wissenschaftler und Praktiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentierten auf dem vierten QMR-Kongress aktuelle Entwicklungen bei der Nutzung von Routinedaten im klinikinternen Qualitätsmanagement. "Mit diesen Verfahren lässt sich die Qualität der Behandlung im Krankenhaus nachweislich verbessern", sagt Francesco De Meo, Präsident der Initiative Qualitätsmedizin (IQM). Die AOK setzt seit Jahren auf "Qualitätssicherung mit Routinedaten", kurz QSR . "Wir wollen auch weiter Schrittmacher beim Thema Qualität im Krankenhaus sein", so der Geschäftsführende Vorstand Uwe Deh. ...-> Presse

Graalmann: Bei Prävention alle Akteure in die Pflicht nehmen

Foto Jürgen Graalmann

(22.04.15) Als "viel zu kurz gesprungen" bezeichnet der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, den Regierungsentwurf für ein Präventionsgesetz. Zwar sollen dem Entwurf zufolge die unterschiedlichsten Akteure über Präventionsvorgaben mitbestimmen, aber nur die Kranken- und Pflegekassen für die Kosten aufkommen. "Wer aber mitreden will, muss auch Finanzierungsverantwortung übernehmen", so Graalmann am Mittwoch (22. April) anlässlich der Sachverständigen-Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags. ...-> Presse