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Arbeitnehmer sollten den Start in die Woche langsam angehen

So beugen Sie dem "Montagsblues" vor

24.08.09 (ams). Eigentlich ist der Montag ein Tag wie jeder andere. Dennoch fällt vielen Arbeitnehmern der Start in die Woche schwer - schließlich bedeutet er den Wechsel vom selbst bestimmten Leben am Wochenende zum Berufsleben mit seinen zahlreichen Regeln und Pflichten. "Wer mit seinem Job zufrieden ist, geht allerdings selbst am Montag gerne zur Arbeit", sagt Patricia Lück, Diplom-Psychologin im AOK-Bundesverband. Eine größere Arbeitszufriedenheit ist deshalb eines der Ziele des Services "Gesunde Unternehmen", den die AOK Betrieben anbietet.

Wenn der Wecker am Montagmorgen in aller Frühe klingelt, ist klar: Das eher entspannte Freizeitleben des Wochenendes ist vorbei. Jetzt beginnt wieder der Arbeitsalltag, der häufig mit einem hohen Arbeitspensum, Zeitdruck und Stress verbunden ist. Wer am Wochenende lange geschlafen hat, muss seinen Rhythmus nun wieder umstellen. Spätestens jetzt kündigt sich bei vielen der sogenannte Montagsblues an. Manchem fällt es am Wochenbeginn schwerer, sich zu motivieren und auf die Arbeit zu konzentrieren. Gerade in Zeiten, in denen drei Viertel aller Beschäftigten über hohen Zeitdruck klagen, fühlen sich viele nach einem Wochenende noch gar nicht erholt.

Hartnäckig hält sich auch der Mythos, wonach an Montagen mehr "blau gemacht" wird. „"Da ist jedoch nichts dran", meint Diplom-Psychologin Lück. "Es ist nicht erwiesen, dass montags mehr Beschäftigte krankgeschrieben werden als an anderen Tagen. Denn viele Krankheiten beginnen schon am Wochenende."

 

Montage mit einem schönen Ritual beginnen

Mit einigen Tricks können sich Montagsmuffel den Start in die Arbeitswoche jedoch erleichtern. "Beginnen Sie den Tag mit einem Ritual, das Ihnen gut tut", empfiehlt Lück. Ob das eine Tasse Kaffee, ein leckeres Frühstück, eine Radfahrt zur Arbeit oder etwas anderes ist, muss jeder selbst für sich herausfinden. Am Arbeitsplatz angekommen, kann es dann zum Beispiel hilfreich sein, den Montagmorgen mit einer kurzen Kaffeebesprechung mit Kolleginnen und Kollegen zu beginnen, in der gemeinsam der Start in die Woche geplant wird. Wem das nicht möglich ist, kann sich auch schon am Freitag einen persönlichen Plan für den nächsten Montag machen, um schneller auf "Betriebstemperatur" zu kommen. Die Diplom-Psychologin rät außerdem, sich für den ersten Tag in der Woche nicht zu viel vorzunehmen und wenn möglich schwierige Aufgaben lieber etwas nach hinten zu verschieben.

"Entscheidend ist zudem eine gute Balance zwischen Berufs- und Privatleben", sagt Lück. So sollten Arbeitnehmer nach Feierabend versuchen, abzuschalten und sich zu erholen. Sport bietet körperlichen Ausgleich und stärkt das Immunsystem. Aber auch ein Hobby, ein gutes Buch oder eine gesellige Runde sind wichtig, um sich von der Arbeit zu entspannen. Dann kann man am Montag fit und ausgeruht in die neue Arbeitswoche starten.

Belastend ist besonders eine mangelnde Erholung zum Beispiel durch ständige Überstunden oder Wochenendarbeit. Wer nur noch für die Arbeit lebt und sich nicht mehr erholen kann, läuft Gefahr, dadurch langfristig sogar krank werden.

 

AOK-Service "Gesunde Unternehmen"

Um Stress abzubauen und die Arbeitszufriedenheit und Motivation der Beschäftigten zu erhöhen, bietet die AOK den Service "Gesunde Unternehmen" an und führt in Unternehmen betriebliches Gesundheitsmanagement durch. "In diesem Prozess werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Experten ihres Arbeitsplatzes gesehen und können zum Beispiel in Gesundheitszirkeln ihre Arbeitssituation selbst mit gestalten", sagt Lück.

In den Gesundheitszirkeln können sämtliche Beschäftigten Vorschläge einbringen, wie Belastungen abgebaut und die Arbeitsorganisation verbessert werden kann. "Dies fördert das Miteinander und die Arbeitszufriedenheit. Dadurch ist auch der Bruch zwischen der selbst bestimmten Freizeit und dem Arbeitsleben nicht mehr ganz so krass", sagt die Diplom-Psychologin und fügt hinzu: "Wichtig ist, dass die Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Mitarbeitern Wertschätzung entgegenbringen."

Von betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) profitieren die Unternehmen auch wirtschaftlich: Das hat eine Befragung von 212 Unternehmen gezeigt, in denen die AOK BGM-Projekte umgesetzt hat. Die befragten Firmen gaben an, dass durch BGM Organisations- und Arbeitsabläufe optimiert, Belastungen für die Mitarbeiter abgebaut und die Kooperation der Belegschaft verbessert wurde. Dadurch erhöhte sich die Produktivität, Fehlzeiten sanken.

Weitere Infos:

Der AOK-Service Gesunde Unternehmen

Infos zum AOK-Service "Gesunde Unternehmen" im Unternehmensportal der AOK

Das AOK-Programm "Stress im Griff"

 

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