Wettbewerb macht Nichtrauchen für Schüler attraktiver
"Be Smart - Don´t Start":
24.08.09 (ams). Dazugehören, Neues ausprobieren, sich erwachsen fühlen: Es gibt viele Gründe, warum Teenager zur Zigarette greifen. Dass Nichtrauchen viel cooler und vor allem gesünder ist, erfahren Schülerinnen und Schüler in dem internationalen Wettbewerb "Be Smart - Don´t Start". Die AOK unterstützt den Nichtraucher-Wettbewerb im Schuljahr 2009/2010 zum vierten Mal. "Damit will die Gesundheitskasse erreichen, dass Jugendliche gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen", sagt Regina Herdegen, Präventionsexpertin im AOK-Bundesverband. Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Konzept aufgeht und "Be Smart - Don´t Start" den Einstieg ins Rauchen wirksam verhindern oder zumindest verzögern kann.
Im Schuljahr 2008/2009 haben bundesweit rund 11.000 Klassen bei "Be Smart - Don´t Start" mitgemacht. Für den Wettbewerb im Schuljahr 2009/2010 können sich interessierte Schulklassen noch bis zum 14. November 2009 anmelden. Der Wettbewerb ist für die Jahrgangsstufen sechs bis acht konzipiert, kann aber auch mit geeigneten fünften oder älteren Klassen (vor allem als Mehrfachteilnehmer) durchgeführt werden.
Teilnehmer verpflichten sich zum Rauchverzicht
Wer teilnimmt, verpflichtet sich, von November 2009 bis April 2010 nicht zu rauchen. Die Schülerinnen und Schüler geben einmal wöchentlich an, ob sie zur Zigarette gegriffen haben oder nicht. Wenn mehr als zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler einer Klasse rauchen, scheidet die Klasse aus dem Wettbewerb aus. Erfolgreiche Klassen nehmen an einer Verlosung teil, bei der sie zum Beispiel eine Klassenreise gewinnen können. Neben der AOK wird der Wettbewerb von der Deutschen Krebshilfe, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen Herzstiftung und der Deutschen Lungenstiftung gefördert.
Rauchen begünstigt insbesondere die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und Krebs. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben im Jahr 2007 rund 30.400 Männer und 12.600 Frauen an Krebserkrankungen der Lunge, der Bronchien, des Kehlkopfes und der Luftröhre. Diese Krebsarten stehen in engem Zusammenhang mit Tabakrauch. "Umso wichtiger ist es, Jugendliche dabei zu unterstützen, 'nein' zum Rauchen zu sagen", meint Präventionsexpertin Herdegen. "Denn wer erst einmal regelmäßig raucht, kommt häufig nur schwer wieder davon los." Dass "Be Smart - Don´t Start" Schülerinnen und Schülern erfolgreich das Nichtrauchen schmackhaft macht, zeigt eine Studie aus Sachsen-Anhalt. Dafür wurden von Oktober 2006 bis Juni 2008 Schülerinnen und Schüler aus 87 Schulen vier Mal anonym zu ihrem Rauchverhalten befragt.
Schüler greifen seltener zur Zigarette
Die wichtigsten Ergebnisse der Befragungen: Schülerinnen und Schüler, die vorher gelegentlich geraucht hatten, griffen nach der Teilnahme am Wettbewerb seltener zur Zigarette als Gleichaltrige aus Klassen, die sich nicht bei "Be Smart - Don´t Start" angemeldet hatten. Außerdem fanden die Wissenschaftler heraus, dass in Folge des Wettbewerbs weniger Jugendliche zu regelmäßigen Rauchern wurden.
Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rauchen in der Altersgruppe der Zwölf- bis 17-Jährigen rund 15 Prozent der männlichen und 16 Prozent der weiblichen Jugendlichen. 59 Prozent der jungen Frauen und 62 Prozent der jungen Männer in dieser Altersgruppe haben dagegen noch nie geraucht, wie eine Befragung vom Mai 2009 gezeigt hat. Insgesamt hat die Zahl der Raucher unter den Zwölf- bis 17-Jährigen seit 2001 abgenommen. "Dazu tragen auch Angebote wie 'Be Smart – Don´t Start' bei", sagt Herdegen.
Mehr Infos zum Nichtraucher-Wettbewerb "Be Smart - Don´t Start".
Unterstützung beim Rauchverzicht bietet das AOK-Programm "Ich werde Nichtraucher".






