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Noch bessere Recherche mit dem neuen AOK-Krankenhaus-Navigator

Effizientere Suchmaschine auf Basis der "Weissen Liste"

29.09.09 (ams). Seit Ende September gibt es ihn im neuen Gewand: Ausgestattet mit neuen, besseren Recherche-Funktionen löst der "Krankenhaus-Navigator auf Basis der Weissen Liste" den bisherigen "AOK Krankenhaus-Navigator" sowie das "Klinik-Konsil" ab. "Noch zielgerichteter können Ärzte und Patienten fortan nach dem passenden Krankenhaus auf Grundlage der aktuellen Qualitätsberichtsdaten recherchieren", erklärt Dr. Arnold Böcker aus der Abteilung Stationäre Versorgung beim AOK-Bundesverband.

"Schon bisher waren die Krankenhaus-Navigatoren ein Erfolg", erklärt Klinik-Experte Böcker. Allein 2008 haben rund 860.000 Versicherte den AOK Krankenhaus-Navigator genutzt, um nach einem geeigneten Krankenhaus zu suchen. Noch mehr Zuspruch erhielt das Klinik-Konsil: Auf das Portal, über das einweisende Ärzte die richtige Klinik für die stationäre Behandlung ihrer Patienten finden können, haben im vergangenen Jahr über 1,5 Millionen Nutzer zugegriffen. Umso größer dürfte der Zuspruch jetzt nach dem Relaunch werden: "Denn mit dem Krankenhaus-Navigator auf Basis der Weissen Liste ist die Suche noch zielgerichteter, nutzerfreundlicher und im Hinblick auf die neuen Qualitätsberichte der Krankenhäuser deutlich aktueller", so Böcker.

 

 

Laienverständliche und fachspezifische Suche

Die "Weisse Liste" ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Für ihre Versicherten hat die Gesundheitskasse die Krankenhaussuche der "Weissen Liste" in das ebenfalls neue Gesundheitsnavigatorportal der AOK eingebunden. Ebenso wie sein Vorgänger beruht der neue Navigator auf den mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) eingeführten strukturierten Qualitätsberichten der Kliniken. Die im September aktualisierten Berichte sind durchgehend laienverständlich aufbereitet. Nutzer mit mehr medizinischem Vorwissen können bei der Suche nach Krankheiten und Behandlungen zusätzlich die medizinische Fachsprache einblenden. Ab Ende Januar 2010 werden die Qualitätsberichte dann mit Daten der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) ergänzt. Zum Hintergrund: Seit 2001 informieren die Kliniken die BQS über die Qualität ihrer medizinischen Versorgung. Die Daten werden dann von der BQS ausgewertet.

Seit Ende September nun können AOK-Versicherte im Krankenhaus-Navigator nach der passenden Klinik suchen. Dabei steht Interessierten ein "Suchassistent" zur Seite: "Über diesen kann man seine Präferenzen in die Recherche einfließen lassen", erklärt Böcker. Der Suchassistent fragt Schritt für Schritt – aufgeteilt nach Bereichen wie Untersuchungs- und Behandlungsverfahren, Versorgungsschwerpunkten, ärztlicher Qualifikation oder der Ausstattung der Zimmer – nach den Präferenzen des Suchenden. Dabei erläutern einleitende Texte Hintergründe und Bedeutung der einzelnen Abfragekriterien. "So wird immer weiter ausgewählt – am Ende werden den Betroffenen dann die am besten zu den Präferenzen passenden Kliniken übersichtlich im Vergleich aufgelistet", so Böcker. Über die Trefferliste können sich Interessierte ein Bild über die Strukturen, Leistungen und die Behandlungsqualität in den Einrichtungen verschaffen. Dort wird beispielsweise aufgeführt, wie viele Eingriffe oder Behandlungen ein Krankenhaus für die ausgewählte Erkrankung im vergangenen Jahr erbracht hat. Das Ergebnis mit den favorisierten Kliniken kann abschließend in Form einer Broschüre abgespeichert und ausgedruckt werden.

 

Zusatzinfos zu Behandlungsqualität

"Nach und nach werden wir den neuen AOK-Krankenhausnavigator auf Basis der 'Weissen Liste' mit weiteren Informationen über die Behandlungsqualität füttern", so Böcker weiter. So sollen im Frühjahr 2010 AOK-spezifische Daten für ausgewählte medizinische Versorgungsbereiche mit in den Navigator aufgenommen werden. Anders als etwa die BQS-Ergebnisqualitätsdaten oder die strukturierten Qualitätsberichte ermöglichen es die sogenannten QSR-Daten (Qualitätssicherung der stationären Versorgung mit Routinedaten), das Ergebnis einer Krankenhausbehandlung auch nach Entlassung des Patienten aus der Klinik zu beurteilen. So kann anhand der einfach zu erhebenden Daten festgestellt werden, ob ein Krankenhauspatient beispielsweise erneut in eine Klinik eingewiesen wurde und sich weiteren Eingriffen unterziehen musste. Die Qualitätsbeurteilung über QSR-Daten hat der AOK-Bundesverband gemeinsam mit dem Klinikbetreiber Helios und dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) sowie dem Forschungsinstitut für das Sozial- und Gesundheitswesen Sachsen-Anhalt entwickelt.

Zum ams-Thema 05/09