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Mit der AOK zielsicher zum richtigen Pflegeheim

Pflege-Navigator für das Internet

29.09.09 (ams). Mehr als 1,5 Millionen Treffer liefert die Suchmaschine Google, lässt man sie das Internet nach dem Begriff "Pflegeheim" durchforsten. Damit Betroffene trotz der ungeordneten Informationsfülle im Internet Ausschau nach einem geeigneten Heim halten können, hat die AOK 2006 den Pflegeheim-Navigator ins Leben gerufen. "Anhand vieler verschiedener Kriterien können sie dort das passende Heim in der Region finden", erklärt Harald Kesselheim, Leiter der Abteilung Pflege im AOK-Bundesverband. Entsprechend erfreuen sich der Pflegeheim- wie auch der Pflegedienst-Navigator der teilnehmenden AOKs eines immer größeren Zuspruchs.

Ein Navigator hilft, durch schwer überschaubares Terrain zu manövrieren und sicher zum Ziel zu kommen. Dass das bei der Suche nach dem richtigen Pflegeheim nicht immer einfach ist, zeigt allein schon die Zahl von mehr als 12.500 Heimen, die hierzulande stationäre Pflegeleistungen anbieten. "Wohl auch deswegen nutzen immer mehr Menschen die regionalen Angebote der teilnehmenden AOKs", wie Kesselheim erklärt. Mittlerweile suchen mehr als 40.000 Nutzer jeden Monat über den AOK-Service nach der passenden Einrichtung.

Rund 12.500 Pflegeheime haben sich mittlerweile in den regionalen Pflegeheim-Navigatoren registriert. "Damit sind alle stationären Anbieter in unserem Service aufgeführt", so Kesselheim weiter. Neben den Kontaktdaten können sich Interessierte bei der Suche über das Leistungsspektrum sowie die pflegefachlichen Schwerpunkte der jeweiligen Einrichtungen informieren. Darüber hinaus listet der Navigator auch die Preise der einzelnen Pflegeleistungen auf – für jeden Eintrag eines Heimes werden die Kosten, die der Versicherte im Zuge dessen zu übernehmen hätte, angezeigt.

 

Ausschließlich qualitätsgeprüfte Informationen

Diese umfangreichen Informationen kann der Pflegeheim-Navigator auch deshalb bieten, weil er aus zwei Quellen gespeist wird: Aus den Datenbanken der Gesundheitskasse kommen dabei Angaben wie Anschrift, Preise und Art der Pflege sowie pflegefachliche Schwerpunkte. Die Einrichtungen können ihrerseits Informationen über einen passwortgeschützten Login-Bereich ergänzen, zum Beispiel mit Bildern und Informationen über besondere Betreuungsangebote oder zur Anzahl der freien Betten. "Bei den Daten, die im Rahmen des Pflege-Navigators veröffentlicht werden, handelt es sich ausschließlich um qualitätskontrollierte Informationen – das heißt, dass die Angaben der Einrichtungen vor der Veröffentlichung von AOK-Mitarbeitern überprüft werden", so Kesselheim.

Im Laufe der Zeit hat die Gesundheitskasse die Navigatoren fortwährend optimiert. "So können die Einrichtungen beim Pflegeheim-Navigator mittlerweile viel detailliertere Angaben darüber machen, welche Qualitätsmanagementmaßnahmen sie beispielsweise umgesetzt haben", erklärt Kesselheim. Die Heime können nun zum Beispiel dezidiert aufzeigen, ob sie die von den Krankenkassen gemeinsam erarbeiteten Standards zur Sturzprophylaxe erfüllen und über ein entsprechendes Zertifikat verfügen.

Weiterhin Aufschluss gewährt der Navigator über Investitionskosten – vorausgesetzt diese Daten liegen den teilnehmenden Landes-AOKs vor. Für den Fall, dass ein Heim verschiedene Arten der Pflege anbietet – Vollstationäre Pflege, Tagespflege, Nachtpflege und Kurzpflege –, ist die Bettenzahl für jede Pflegeform individuell ausgewiesen. Als weiteres Angebot für Betroffene können die Preise der Tages- und Nachpflege bei der Recherche maximal 31 Tage interaktiv berechnet werden.

 

Regionale Suche nach Pflegediensten

Ist für die Betroffenen noch die Pflege in den eigenen vier Wänden möglich, hilft der Pflegedienst-Navigator bei der Suche nach den passenden Pflegekräften. Alle ambulanten Pflegedienste, mit denen die AOK einen Versorgungsvertrag abgeschlossen hat, werden dort mit ihrem gesamten Pflegespektrum sowie ihren Preisen aufgelistet. So sind von den rund 12.000 existierenden Pflegediensten bereits über 10.000 in die Datenbank des Navigators aufgenommen – Tendenz steigend. Die regionale Suchfunktion bietet dabei auch die Möglichkeit, Pflegedienstleistungen je nach Bedarf individuell zusammenzustellen. Der Kostenanteil, der von den Versicherten übernommen werden müsste, wird ebenfalls auf der Grundlage von unverbindlichen Berechnungen angegeben. Zur Zeit wird die Veröffentlichung der Ergebnisse von Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung in den Pflegeeinrichtungen als weitere Informationsquelle in den Pflegenavigatoren vorbereitet. "Wir hoffen, die Benotung der Pflegeeinrichtungen Ende Oktober veröffentlichen zu können", gibt Harald Kesselheim einen Ausblick auf die Weiterentwicklung der Auskunftsplattformen.

Zum ams-Thema 05/09