Trendwende bei den Überschüssen: Rückgang um 74 Millionen Euro
(14.06.12) Die erwartete Trendwende bei den Überschüssen ist da. Die AOK erreicht im ersten Quartal 2012 zwar noch einen Überschuss von 553 Millionen Euro. Gegenüber dem Überschuss im ersten Quartal 2011 ist das jedoch ein Rückgang um 74 Millionen Euro.
"Diese Entwicklung zeigt, dass die AOK mit ihrer soliden Finanzpolitik weiterhin richtig liegt. Zusatzbeiträge sind deshalb kein Thema für uns", erklärte dazu Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.
Wesentlich getragen sei das gute Finanzergebnis nach wie vor von den Wirtschaftlichkeitseffekten der AOK-Arzneimittel-Rabattverträge und den gesetzgeberischen Maßnahmen im Arzneimittelbereich. Graalmann: "Die AOK kann also weiterhin in Versorgungsqualität und effiziente Leistungsstrukturen investieren und ihr Leistungsangebot damit noch attraktiver machen."
Den Rückgang der Überschüsse führte Graalmann auf wieder deutlich steigende Arzneimittelausgaben bei nicht durch Rabattverträge beeinflussbaren Kosten für patentgeschützte Arzneimittel zurück. Für die Medikamente, die im ersten Quartal 2012 patentgeschützt waren, haben die gesetzlichen Krankenkassen gegenüber dem Vorjahresquartal 17 Prozent mehr bezahlt.
Die Ausgaben für Krankenhausbehandlung seien bereits jetzt um rund drei Prozent gestiegen, obwohl erst ein Bruchteil der Preisverhandlungen für 2012 wirksam geworden sei. Auch für die ärztliche Behandlung liegt die Steigerung bei über drei Prozent, während die Verwaltungskosten der AOK nur leicht um 0,9 Prozent gestiegen sind.
Insgesamt seien die Leistungsausgaben der AOK je Versicherten im ersten Quartal um 3,4 Prozent (+643 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, während die Ausgabensteigerung im gesamten Vorjahr bei lediglich bei 1,7 Prozent lag.
(Pressemitteilung des AOK-Bundesverbandes vom 14.06.12)
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