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Arzneimittelvertrag

 

"Aus Fehlern lernen": Mehr Sicherheit für Patienten

(28.02.08) Nur durch einen offenen Umgang mit Fehlern kann die Patientensicherheit im Gesundheitswesen verbessert werden. Dafür wirbt die Broschüre "Aus Fehlern lernen", die das Aktionsbündnis Patientensicherheit mit Unterstützung des AOK-Bundesverbandes herausgegeben hat. Eine neue Sicherheitskultur sei "eine wichtige Voraussetzung für die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen und dafür, dass sich Fehler nicht wiederholen", sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt am Donnerstag (28. Februar) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Aktionsbündnis, der Bundesärztekammer und dem AOK-Bundesverband.

In der Broschüre schildern 17 Autorinnen und Autoren aus ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Berufen Situationen, in denen ihnen Fehler unterlaufen sind. Sie legen dar, was sie selbst aus den Fehlern gelernt haben und inwieweit andere daraus lernen können. In einem Methodenteil werden Fälle von Behandlungsfehlern einer exemplarischen Ursachenanalyse unterzogen. Die Publikation wurde vom Aktionsbündnis, dem AOK-Bundesverband, dem Deutschen Pflegerat, der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin und dem Verband Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen gemeinsam erarbeitet.

Niemand könne garantieren, dass keine Fehler geschehen, so Gesundheitsministerin Schmidt. Deshalb sei es der richtige Weg, "sich den eigenen Fehlern zu stellen und aus ihnen zu lernen". So könne künftigen Patienten unnötiges Leid erspart werden.

Für den Vorsitzenden des Aktionsbündnisses, Professor Matthias Schrappe, sind Vorbilder wie die in der Broschüre entscheidend dafür, dass im Gesundheitswesen die Bereitschaft zu einem offenen Umgang mit Fehlern steigt. Dies sei "der Startschuss für das Entstehen einer wirklichen Sicherheitskultur im Gesundheitswesen."

Die AOK setzt beim Thema Patientensicherheit auf eine Doppelstrategie, wie der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Hans Jürgen Ahrens, erläuterte. So unterstütze die AOK ihre Versicherten mit einem Behandlungsfehler-Management, wenn der Verdacht auf eine fehlerhafte Behandlung bestehe. "Da aber jeder Patientenschaden, der vermieden wird, das Beste für alle ist, arbeiten wir im Aktionsbündnis Patientensicherheit mit verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens zusammen, um dieses Ziel zu erreichen", so Ahrens. Die AOK zählt zu den Gründungsmitgliedern des Aktionsbündnisses Patientensicherheit.

In die gleiche Richtung engagiert sich die Ärzteschaft. Gerade wegen der wachsenden Komplexität der modernen Medizin sei eine "systematische Aufarbeitung von Fehlern im Sinne einer Fehlervermeidungskultur" unerlässlich, so der Präsident der Bundesärztekammer, Professor Jörg-Dietrich Hoppe.

(Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung vom 28.02.08)

 

Die Broschüre "Aus Fehlern lernen" kann im Original gegen einen mit 1,45 Euro frankierten DIN-A4-Umschlag bestellt werden bei:

Geschäftsstelle des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.
c/o Private Universität Witten/Herdecke
Alfred-Herrhausen-Straße 44
58455 Witten


Weitere Infos zum Thema Patientensicherheit

 

Materialien zur Pressekonferenz

 

Gemeinsame Pressemitteilung
des Bundesgesundheitsministeriums, des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, der Bundesärztekammer und des AOK-Bundesverbandes vom 28.02.08 zum Download

 

Broschüre "Aus Fehlern lernen"
Die Broschüre des Aktionsbündnisses Patientensicherheit zum Download

 

"Aus Fehlern lernen": Mehr Sicherheit für Patienten
Sendefertiger Hörfunkbeitrag zur Pressekonferenz