»Zu einer zukunftssicheren stationären Versorgung gehört insbesondere die Konzentration auf bedarfsnotwendige Kliniken und Klinikbetten. So lassen sich die begrenzten Personalressourcen nachhaltig schonen. Ärzte und Pflegekräfte müssen ihre Aufgaben bestmöglich erfüllen können. Die jetzt vorgelegten Eckpunkte wie die Einführung von Tagesbehandlungen sind weder ausreichend noch zielführend. Statt kleinteiligen Stückwerks brauchen wir langfristige Strukturreformen. Damit diese auch in der Praxis gelingen, muss die Selbstverwaltung endlich eng in die Krankenhaus-Reformkommission eingebunden werden.«

Dr. Susanne Wagenmann, Vorsitzende des Aufsichtsrats des AOK-Bundesverbandes (Arbitgebervertreterin)

Wie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit Beschäftigten verantwortungsvoll zusammenarbeiten

Fehlzeiten-Report 2022

Titel: Fehlzeiten-Report 2022 - kh

Die verantwortungsvolle Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit den Beschäftigten ist auf politischer Ebene als Sozialpartner und auf betrieblicher Ebene zwischen Beschäftigtenvertretung und Geschäftsführung ein Erfolgsmodell. Nur durch beidseitiges Vertrauen, Zusammenhalt und Engagement waren und sind aktuelle Krisen zu bewältigen. Beschäftigte und Arbeitgeberinnen beziehungsweise  Arbeitgeber übernehmen und tragen hierbei viel Verantwortung, auch für die Gesundheit der Beschäftigten, des Betriebes und der Gesellschaft. Ein gesunder, resilienter Betrieb fördert die Sicherheit und Gesundheit seiner Beschäftigten. Gesunde, resiliente Beschäftigte sind motivierter und fitter. In ihrem Beitrag für den Fehlzeiten-Report des Wissenschftlichen Instituts der AOK (WIdO) beleuchten die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes, Dr. Susanne Wagenmann (Arbeitgeber) und Knut Lambertin (Versicherte), nicht nur die Verantwortungsbereiche der Sozialpartner, sondern geben praxisnahe Empfehlungen zur nachhaltigen Arbeitsgestaltung, die es erlauben, neuen und alten Entwicklungen unserer Arbeitswelt erfolgreich zu begegnen.
 

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Selbstverwaltung im Gespräch mit Iris Kloppich, alternierende Verwaltungsratsvorsitzende der AOK PLUS

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Gutachten deckt Gerechtigkeitslücken im Morbi-RSA auf

„Unwucht im System“

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Soziale Selbstverwaltung würdigt gesundheitspolitischen Journalismus

Logo Medienpreis (neues CD)

(31.10.22) Mit dem bundesweiten Fritz-Schösser-Medienpreis würdigt die soziale Selbstverwaltung des AOK-Bundesverbandes journalistische Leistungen, die die oft komplexen Zusammenhänge des Gesundheitswesens transparent und verständlich machen. Angesichts der „noch nie da gewesenen Herausforderungen“ für Gesundheit und Pflege betonen die beiden Aufsichtsratsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes, Dr. Susanne Wagenmann und Knut Lambertin, den Wert einer „laienverständlichen Berichterstattung“. Die Auszeichnung ist themenunabhängig und für alle Medienarten geöffnet. Die Bewerbungsphase läuft von Dienstag (1. November) bis zum 15. Januar 2023.

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Selbstverwaltung stellt sich gegen GKV-Finanzgesetz

Grafik: 100-Euro-Scheine (aufgefächert)

(28.10.22) Der Bundesrat hat die Weichen für den finanziellen Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im nächsten Jahr gestellt. Die Länderkammer billigte am 28. Oktober  das Gesetz zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-FinStG). Die Deckungslücke in der GKV werde 2023 mit voraussichtlich 17 Milliarden Euro „ein historisches Ausmaß“ erreichen, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach im Plenum. Der SPD-Politiker verteidigte sein Vorhaben, auch die Kassenreserven zur Deckung der Finanzlücke heranzuziehen. Mit dem Gesetz würden die Lasten „auf viele Schultern verteilt“. 

Der Bundestag hatte das von Krankenkassen, Ärzten und Gesundheitsverbänden heftig kritisierte Gesetzmit den Stimmen der Regierungsfraktionen eine bereits eine gut eine Woche zuvor verabschiedet. Demnach ist vorgesehen, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für Versicherte im kommenden Jahr im Schnitt um 0,3 Prozentpunkte zu erhöhen. Außerdem erhält die GKV 2023 einen Bundeszuschuss von zwei Milliarden Euro und ein Darlehen von einer Milliarde Euro.

Schon im Zuge der in Ersten Lesung am 23. September stieß das GKV-FinStG auf breite Ablehnung in den Verwaltungsräten der AOK-Gemeinschaft. So nannte etwa der Verwaltungsrat der AOK Hessen das Gesetz eine „gefährliche Mixtur in unsicheren Zeiten“ und formulierte „Zweifel an der an der Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz“.

Der Verwaltungsrat der AOK Bayern befürchtet keine Stabilisierung, sondern „eine Destabilisierung des Gesundheitssystems“. „Der erneute Griff in die Rücklagen der Kassen lässt uns auf Reserve fahren. Das macht Verhandlungs- und Gestaltungsspielräume nicht mehr möglich und das Insolvenzrisiko mit Dominoeffekten für das gesamte System steigt erheblich“, warnte der Vorsitzende Frank Firsching.

Das GKV-FinStG sei „unzureichend kurzsichtig und nicht zielführend, hatte der Verwaltungsrat der AOK Niedersachsen bereits bei Vorlage des Referentenentwurfs im Sommer verlauten lassen.

„Eine solide Gesundheitspolitik mit einer nachhaltigen Finanzierung der GKV sieht anders aus“, kritisiert auch Lutz Schäffer, Verwaltungsratsvorsitzender und Versichertenvertreter der AOK NordWest. Die Vorhaben der Ampelkoalition belasteten „wieder einmal vor allem die Beitragszahlenden.

Der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes hatte breits Ende August eine Resolution verabschiedet. Gerade vor dem Hintergrund der massiven Kostensteigerungen durch drastisch gestiegene Energiepreise müsse jetzt alles getan werden, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen nicht unnötig zusätzlich zu belasten, heißt es dort.

AOK launcht Long-COVID-Coach

Foto: Erschöpfte blonde Frau liegt unter einer roten Decke auf dem Sofa und hält sich die Stirn - stq

(28.10.22) Noch Wochen oder Monate nach einer COVID-19-Erkrankung können Beschwerden und Symptome auftreten: Eine Long- oder Post-COVID-Erkrankung gehört zu den möglichen Langzeitfolgen einer Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2.

Long- und Post-COVID können den Lebensalltag der Betroffenen stark beeinflussen. Häufige Beschwerden sind starke Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und Luftnot. Auch Personen mit einem ursprünglich leichten Infektionsverlauf können von Long-COVID betroffen sein.

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Steigende Belastung im Rettungsdienst – Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen

Foto: Patient wird von zwei Rettungskräften mit Defibrillator wiederbelebt (Auschnitt der Hände und des entbößten Oberkörpers)

(04.10.22) Mehr als acht von zehn Beschäftigten im Rettungsdienst (84 Prozent) gehen davon aus, unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen noch vor dem Rentenalter aus dem Beruf auszusteigen. Das ergab eine Online-Befragung im Auftrag der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, an der rund 7.000 Beschäftigte im Rettungsdienst teilgenommen haben. „Damit der Rettungsdienst selbst nicht zum Notfall wird, müssen sich die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern“, forderte Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler heute bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin. Über 78.000 Beschäftigte arbeiten in Deutschland auf 2.200 Rettungswachen

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AOK fragt nach: Versicherte sehen bei den Finanzen Bund und Pharma in der Pflicht

Grafik: Maßnahmen zur Stabilisierung der GKV-Finanzen - stq

(29.08.22) Angesichts steigender Lebenshaltungskosten hält es nicht einmal jeder zehnte gesetzlich Versicherte für den richtigen Weg, das erwartete Defizit der gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr durch höhere Beiträge auszugleichen. Schätzungen gehen von mindestens 17 Milliarden Euro aus. Weniger als acht Prozent sind bereit, die GKV-Finanzen langfristig über höhere Beiträge zu stabilisieren. Das hat eine „Civey“-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes ergeben. Stattdessen bevorzugen die Befragten eine stärkere Preisregulierung bei Arzneimitteln und eine höhere Steuerbezuschussung der gesetzlichen Krankenkassen. Aktuell beträgt der gesetzlich festgelegte Zuschuss 14,5 Milliarden Euro. Zusätzlich sollen 2023 laut geplantem GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) zwei Milliarden Euro fließen.

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Veranstaltungshinweise

2. Dezember 2022

AOK-Selbsthilfe-Tagung: "Planetary Health – braucht die Erde Selbst-Hilfe?"

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6. Dezember 2022

Nationales Digital Health Symposium 2022

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ams-Podcast: "Wir brauchen dringend klare Strukturreformen"

Foto: Vorstand des Aufsichtsrates des AOK-Bundesverbnades - DR. Susanne Wagenmann (Arbeitegeberseite), Knut Lambertin (Versichertenseite) - stq

16.05.22 (ams). Nach etwas mehr als 100 Tagen im Amt der alternierenden Aufsichtsratsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes für die Arbeitgeberseite zieht Dr. Susanne Wagenmann im Podcast des AOK-Medienservice (ams) ihre Auftakt-Bilanz. Gemeinsam mit ihrem Sozialpartner von der Versichertenseite, Knut Lambertin, gibt Wagenmann eine erste Einschätzung der gesundheitspolitischen Pläne des nicht mehr ganz so neuen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach, soweit sie zumindest vorliegen. "

Ich halte es für falsch über Beitragssatz-Erhöhungen zu diskutieren", kritisiert Wagenmann mit Blick auf entsprechende Pläne des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach zur Stabilisierung der GKV-Finanzen. Auch einen erneuten Zugriff auf die Rücklagen der Krankenkasse lehnen die AOK-Selbstverwalter ab. Es handele sich nicht um Gewinne, sondern um Rücklagen der Beitragszahler. "Es gilt weiterhin der Eigentumsvorbehalt des Grundgesetzes", unterstreicht Knut Lambertin. Beide fordern eindringlich, endlich vorhandene Effizienzreserven im Gesundheitssystem zu heben.

Ralf Breitgoff im Gespräch
mit Dr. Susanne Wagenmann und Knut Lambertin

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Köpfe

Foto Hans-Werner Veen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung Bund (Versichertenseite)

... ist seit dem 1. Oktober 2022 neuer Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund. Er ist Vertreter der Versichertenseite. 45 Jahre lang arbeitete er für die DAK-Gesundheit, war dort zeitweilig stellvertretender Vorsitzender des Hauptpersonalrates, später Landesgeschäftsführer in Nordrhein-Westfalen und zuletzt noch zusätzlich für Rheinland-Pfalz und das Saarland zuständig. Alternierender Vorsitzender ist Christian Amsinck, der im Vorstand die Arbeitgeberseite vertritt.

Foto: Bildarchiv DRV Bund/Terbach

Foto: Michaela Engelmeier, Vorstandsvorsitzende des Sozialverband Deutschland - pr

... ist seit September Vorstandsvorsitzende des Sozialverband Deutschland. Die 61-jährige Wirtschaftswissenschaftlerin und staatlich geprüfte Erzieherin war zuletzt Generalsekretärin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Davor leitete sie unter anderem das Berliner Büro des jüdischen Turn- und Sportverbandes Makkabi Deutschland und war Vizepräsidentin des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen.

 Foto: Dr. Thomas Rösel, Leitender Arzt beim Medizinischen Dienst Baden-Württemberg

... hat am 1. Juli die Position des Leitenden Arztes beim Medizinischen Dienst Baden-Württemberg übernommen. Sein Vorgänger PD Dr. Matthias Mohrmann ist am 30. Juni in den Ruhestand gegangen. Rösel ist bereits seit September 2012 in verschiedenen Funktionen im Medizinischen Dienst Baden-Württemberg tätig.

Foto: Prof. Dr. Claudia Wöhler (rechts), Vorstandsvorsitzende und Dr. Christine Adolph, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, des Medizinische Dienst Bayern - kq

... führen künftig den Medizinischen Dienst Bayern. Wöhler (rechts im Bild) übernimmt zum 1. Januar 2023 den Vorstandsvorsitz. Adolph hat ihr Amt als neue stellvertretende Vorstandsvorsitzende bereits am 1. Juni 2022 angetreten. Der Verwaltungsrat wählte Wöhler in seiner Sitzung am 25. Mai 2022. Sie wird Nachfolgerin von Reiner Kasperbauer, der nach über 20 Jahren beim Medizinischen Dienst Bayern zum Ende des Jahres in den Ruhestand geht. Christine Adolph hatte der Verwaltungsrat bereits im Februar 2022 zur stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden gewählt. Sie folgt auf Dr. Max Peter Waser, der in den Ruhestand gegangen ist.

Die künftige Vorsitzende Claudia Wöhler ist promovierte Diplom-Volkswirtin und seit Januar 2017 Landesgeschäftsführerin der BARMER in Bayern. Adolph ist ausgebildete Anästhesistin und Intensivmedizinerin und arbeitete lange Jahre als Fachärztin am Universitätsklinikum Augsburg. Seit 2011 steht sie in Diensten des MD Bayern. Seit 2017 leitet sie den Bereich Krankenhaus für die Region Süd.

AOK erweitert mit Online-Coaches ihre Angebote für die Versicherten

Mit ihren innovativen Online-Coaches bietet die AOK für besonders belastete Zielgruppen schnelle und niedrigschwellige Hilfe im Netz - interaktiv, wissenschaftlich fundiert und für jeden Interessierten nutzbar. Unter Federführung des AOK-Bundesverbandes wird das Angebot der Online-Coaches Schritt für Schritt ausgebaut.

Altersdepressionen frühzeitig erkennen und behandeln

Foto: Seniorin mit traurigem Gesuchtsausdruck blickt auf einem Sofa sitzend ins Leere

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts leidet fast jeder achte Erwachsene einmal im Laufe seines Lebens an einer depressiven Störung, innerhalb eines Jahres sind es 7,1 Prozent der Bevölkerung. Krankenkassendaten zufolge erhält sogar mehr als jede zehnte Person eine Depressionsdiagnose pro Kalenderjahr. Die AOK hilft nicht nur den eigenen Versicherten unter anderem mit dem Familiencoach Depression dem neuen Modul "Depression im Alter".

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"Soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung werden im Mittelpunkt meines Mandats stehen"

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Fragen und Antworten zur Selbstverwaltung

Die paritätische Selbstverwaltung ist ein konstitutives Element der gesetzlichen Krankenversicherung. Seit mehr als 135 Jahren übernimmt sie Aufgaben, die der Staat den Vertretern der Arbeitgeber und der Versicherten übertragen hat. Fragen und Antworten zur paritätischen Selbstverwaltung ...

Weitere Formen der Selbstverwaltung im gesundheitspolitischen Umfeld in Deutschland