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Gesundheit lässt sich lernen

Berliner Gesundheitspreis 2019 von AOK-Bundesverband, Ärztekammer Berlin und AOK Nordost ausgeschrieben

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Gesundheitskompetenz meint die Fähigkeit des Einzelnen, über das notwendige Wissen zu verfügen, um im täglichen Leben sinnvolle Entscheidungen für die eigene Gesundheit treffen zu können. Sie bezieht die Bereiche Prävention, Gesundheitsförderung und Krankheitsbewältigung gleichermaßen mit ein. Die Lebensqualität eines Menschen soll so während des gesamten Lebens erhalten bleiben beziehungsweise verbessert werden.

Jeder zweite Mensch in Deutschland findet es schwierig, Informationen zum Erhalt oder zur Förderung seiner Gesundheit zu finden und diese zu verstehen, in ihrer Qualität und Relevanz zu bewerten sowie auf die eigene Lebenssituation anzuwenden. Die Folgen reichen von einem ungesunden Lebensstil mit Fehlernährung und Bewegungsmangel über die Vernachlässigung sinnvoller Vorsorgeuntersuchungen bis zu einer schlechteren Bewertung des eigenen Gesundheitszustands, einer höheren Erkrankungswahrscheinlichkeit und erhöhtem Behandlungsbedarf. Das zeigt, wie wichtig die Stärkung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung ist.

Wenn es darum geht, kompetent in Bezug auf seine eigene Gesundheit zu handeln, steht jeder Einzelne heute vor zahlreichen neuen Anforderungen. Dazu gehören veränderte Lebensbedingungen und Lebensweisen, unser komplexes Gesundheitssystem sowie der medizinische Fortschritt, das wachsende Angebot an medizinischen Leistungen, eine Vielfalt an Informationen und die Möglichkeit, sich mithilfe neuer Medien zu informieren.

Neben den Informationen, die zum Beispiel Patienten im Gespräch mit Ärzten übermittelt werden, können medizinische Laien heute ohne großen Aufwand unter anderem auf Fachinformationen, Erfahrungsberichte, Werbematerial vor allem über das Internet zugreifen. Doch es fehlt an Anleitungen, wie die Qualität der jeweiligen Informationen zu beurteilen ist und wie Gesundheitswissen in praktisches Handeln übersetzt werden kann. Zudem kann der Zugang zum Gesundheitswesen und zu Gesundheitsinformationen sehr unterschiedlich sein: Neben sozialer Benachteiligung kann auch ein Migrationshintergrund oder eine chronische Erkrankung den Informationszugang und den Umgang mit Gesundheitsinformationen beeinflussen. Deshalb sollen im Rahmen des Berliner Gesundheitspreises 2019 Praxisprojekte ausgezeichnet werden, die Gesundheitskompetenz fördern.

Plakat zum BGP 2019

Gesucht werden Initiativen und Lösungen, die unterschiedliche Bevölkerungsgruppen entsprechend ihrer Bedürfnisse und Lebenslagen motivieren, Gesundheitsinformationen aktiv zu nutzen und so ihre Gesundheitskompetenz stärken.

  • Die Informationen sollen wissenschaftlich fundiert, leicht zugänglich, verständlich und in ihrer Qualität von unzureichenden Informationsquellen sowie von kommerziellen Angeboten unterscheidbar sein.
  • Es gilt, Interesse und Neugierde zu wecken. Das heißt, dass neben der reinen Informationsübermittlung auch der Aspekt der Motivation adressiert wird („den Menschen ansprechen“) – der Transfer in die Handlungspraxis/Umsetzung wird mitgedacht und erleichtert.
  • Ebenso sollen die unterschiedlichen Berufsgruppen im Gesundheitswesen adressiert und mithilfe entsprechender Informationsquellen oder Projekte dabei unterstützt werden, sich das notwendige Wissen anzueignen, um Patienten im Hinblick auf deren Gesundheitskompetenz zu stärken. Vor allem geht es um die Umsetzung im Praxisalltag.
  • Davon ausgehend, dass digitale Medien heute eine herausragende Rolle in allen Lebensbereichen spielen, geht es um Hilfestellungen für den Einsatz und den Umgang mit digitalen Unterstützungsangeboten sowohl für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen als auch für die Professionen im Gesundheitswesen. Dabei sind die Chancen der Digitalisierung für eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz zu nutzen und deren Risiken zu bewerten.

Die Bewerbungsfrist ist am 30. November 2018 abgelaufen.

Der Film zur Ausschreibung

Jeder zweite Mensch in Deutschland findet es schwierig, Informationen zum Erhalt oder zur Förderung seiner Gesundheit zu finden und diese zu verstehen. Die Folgen sind weitreichend: von einem ungesunden Lebensstil mit Fehlernährung und Bewegungsmangel über die Vernachlässigung sinnvoller Vorsorgeuntersuchungen bis zu einer höheren Erkrankungswahrscheinlichkeit und erhöhtem Behandlungsbedarf. Das zeigt, wie wichtig es ist, die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung zu stärken. Dieses Ziel verfolgen die Initiatoren des Berliner Gesundheitspreises mit der aktuellen Ausschreibung "Gesundheit lässt sich lernen". Dazu werden Praxisprojekte gesucht, die Gesundheitskompetenz fördern.

Auswahlverfahren

Die Entscheidung über die Preisträger trifft eine unabhängige Jury. Es werden Preise im Gesamtvolumen von 50.000 Euro vergeben. Die Jury entscheidet über die Aufteilung des Preisgeldes. Gegen Entscheidungen der Initiatoren und der Jury ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Mitglieder der Jury

  • Dr. Dennis Ballwieser, stellvertretender Geschäftsführer Wort & Bild Verlag
  • Dr. Ralf Brauksiepe, MdB, Patientenbeauftragter der Bundesregierung
  • Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG-SELBSTHILFE
  • Sabine Dittmar, MdB, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion
  • Dr. Volker Hansen, Vorsitzender des Aufsichtsrates des AOK-Bundesverbandes
  • Philipp Humbsch, Medizinstudent des Jahres 2018
  • Dr. med. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin
  • Dr. rer. medic. Klaus Koch, Leiter des Ressorts Gesundheitsinformation des IQWiG
  • Knut Lambertin, Vorsitzender des Verwaltungsrates der AOK Nordost
  • Sven Oswald, Journalist, Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
  • Prof. Dr. phil. Doris Schaeffer, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld
  • Staatssekretär Lutz Stroppe, Bundesministerium für Gesundheit

20 Jahre Berliner Gesundheitspreis

Seit der erstmaligen Verleihung 1995 hat der Berliner Gesundheitspreis immer wieder Innovationen in der Gesundheitsversorgung angestoßen. Der Film zeigt wichtige Stationen und zieht eine Bilanz der 20 Jahre Berliner Gesundheitspreis.

Der Berliner Gesundheitspreis

Der Berliner Gesundheitspreis widmet sich jeweils einem ausgewählten Thema, das eine besondere Bedeutung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung hat. Ziel des Innovationswettbewerbs ist es, gute Beispiele hervorzuheben, die Antworten auf die steigenden Herausforderungen an die Patientenversorgung im Krankenhaus geben und eine Blaupause für andere Einrichtungen sein können. Die Entscheidungen über die Preisträger trifft eine unabhängige Jury aus Vertretern von Ärzteschaft, Wissenschaft, Politik und Krankenkassen. Sie legt auch fest, wie die Preisgelder von insgesamt 50.000 Euro verteilt werden.

Ansprechpartner:

Geschäftsstelle "Berliner Gesundheitspreis"
c/o AOK-Bundesverband
Rosenthaler Straße 31
10178 Berlin
E-Mail

Grußwort anlässlich des Jubiläums

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe würdigte die Bedeutung des Berliner Gesundheitspreises für die Entwicklung neuer und innovativer Ideen in der Versorgung von Patientinnen und Patienten.

Der Berliner Gesundheitspreis im Rückblick

Plakat: Berliner Gesundheitspreis 1995/96 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 1998/99 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2000/01 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2002/03 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2004/05 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2006/07 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2008/09 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2010/11 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2012/13 Plakat: Berliner Gesundheitspreis 2015 Plakat Berliner Gesundheitspreis 2017

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