Telederm

AOK Baden-Württemberg

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Wer sind die Träger des Projekts?

Gefördert vom Innovationsfonds.

Konsortialführer: Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung Universitätsklinikum Tübingen (UKT)

Konsortialpartner: AOK Baden-Württemberg, Institut für Klinische Epidemiologie und angewandte Biometrie (UKT), AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen, Telemedizinisches Zentrum KSYOS/Niederlande, Health Services Management Universität München (LMU), Hochschule Reutlingen

Kooperationspartner: HÄVG/Hausärztliche Vertragsgemeinschaft, Deutscher Hausärzteverband - Landesverband Baden-Württemberg, MEDIVERBUND AG, MEDI Baden-Württemberg e. V., Hautklinik (UKT), Dermatologen aus dem ambulanten Sektor


Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Insbesondere in ländlichen Regionen sind die Wartezeiten auf einen Termin beim Dermatologen sehr lange.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Ziel des Projekts ist es, die Behandlung von Patienten mit Hautveränderungen durch interdisziplinäre und digitale Versorgungsstrukturen auf- und auszubauen. Dafür bietet die Dermatologie beste Voraussetzungen, da Hautveränderungen fotografisch gut abbildbar sind und in angemessener Qualität sicher an Dermatologen übermittelt werden können. Patienten können sich bei dermatologischen Fragen an ihren Hausarzt wenden. Falls ein fachärztliches Konsil notwendig ist, wird die Hautveränderung in der Hausarztpraxis fotografiert und an teilnehmende Dermatologen übermittelt. Innerhalb von 48 Stunden erhält der Hausarzt einen Befund und kann gegebenenfalls weitere Behandlungsschritte einleiten. Lediglich Patienten mit behandlungsrelevanten Erkrankungen, für die fachärztliche Expertise notwendig ist, benötigen einen Präsenztermin beim Dermatologen. Der Hausarzt wird durch das Projekt Telederm in seiner Lotsenfunktion gestärkt. Des Weiteren werden durch die stetigen Rückmeldungen der Dermatologen die dermatologischen Kompetenzen der Hausärzte weiter verbessert. Die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Dermatologen wird gestärkt.

Was haben die Versicherten davon?

Für Patientinnen und Patienten wird der Zugang zur dermatologischen Befundung erleichtert. Falls eine weitere direkte dermatologische Abklärung nötig ist, kann diese entsprechend schneller durch den Hausarzt gesteuert werden. Die Diagnose durch den Dermatologen erfolgt innerhalb von ein bis zwei Tagen. Darüber hinaus können mögliche dermatologische Versorgungsdefizite ausgeglichen werden. Nicht technisch-affine Menschen werden von der Innovation nicht ausgeschlossen: Für Telederm benötigt der Patient kein eigenes IT-Equipment oder IT-Erfahrungen, da sämtliche Schritte von der Hausarztpraxis durchgeführt werden.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

Die AOK Baden-Württemberg hat Telederm regional in den HZV-Vertrag eingebunden.

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

In den Landkreisen: Böblingen, Calw, Rottweil und Zollernalbkreis

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

Aktuell 46 Hausarztpraxen mit ca. 60 Ärzten, Hautklinik (UKT) und niedergelassene Dermatologen. Telederm lässt sich gut skalieren und kann auf andere Regionen ausgedehnt werden. Dazu bedarf es einer technischen Ausstattung der Hausarztpraxen mit entsprechender IT-Ausstattung (Hard- und Software) und sichere IT-Infrastruktur. Weiterhin sind verlässliche Versorgungsstrukturen im dermatologischen Bereich nötig, entweder im niedergelassenen Bereich oder dermatologische Zentren, die telemedizinische Versorgung in größerem Umfang leisten können und im Falle einer weiteren Abklärung vor Ort zur Verfügung stehen.

Seit wann, und gegebenenfalls bis wann, läuft das Projekt?

Gesamte Projektlaufzeit: Juli 2017 - Juni 2020

Interventionsphase: Juli 2018 - Juni 2019
 

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