Behandlung von pädiatrischen Patienten mit onkologischen Erkrankungen

AOK Niedersachsen

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Wer sind die Träger des Projekts?

  • Klinikum Oldenburg AöR: Onkologischer Verbund des Klinikums Oldenburg, Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Klinik für Allgemeine Kinderheilkunde, Hämatologie / Onkologie im Klinikum Oldenburg gGmbH
  • Weitere Leistungserbringer: ermächtigte Ärzte in Kinderkliniken und Kinderabteilungen in Weser-Ems sowie ambulant tätige Hämatologen und internistische Onkologen (unter der Voraussetzung, dass sie Mitglieder des Verbundes Pädiatrische Onkologie Weser-Ems sind)
  • AOK Niedersachsen
  • BARMER, HKK Bremen, TK, KKH, BKK Mobil Oil, SVLFG, BKK EWE, DAK, pronova BKK, IKK classic, BKK firmus, vdek

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Die Krebserkrankung eines Kindes stellt Familien nicht nur emotional vor große Herausforderungen. Im ländlichen Raum kommt hinzu, dass die regelmäßigen Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte unter anderem viel Zeit in Anspruch nehmen, da eine wohnortnahe Versorgung in der Regel nicht möglich ist.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Durch die Integrierte Versorgung soll im Weser-Ems-Gebiet möglichst allen Kindern und Jugendlichen mit onkologischen Erkrankungen eine wohnortnahe, individuelle Betreuung und eine Behandlung gemäß den durch die Fachgesellschaft entwickelten Therapiestandards ermöglicht werden. Außerdem wird ein individueller, häuslich-ambulanter Versorgungsdienst etabliert. In Folge dessen können unter anderem Krankenhausaufenthalte und die damit verbundenen Belastungen für den Patienten und seine Angehörigen vermieden werden. Zum Versorgungsvertrag gehört im Rahmen des ersten stationären Aufenthaltes auch die Überleitungspflege zur Vorbereitung der häuslichen pflegerischen Betreuung. Auch die Sterbebegleitung im häuslichen Umfeld ist Teil des Versorgungsvertrages.

Was haben die Versicherten davon?

Die Patienten und ihre Familien profitieren auf vielen Ebenen von dem Versorgungsvertrag. Eine wohnortnahe Versorgung bedeutet kürzere Anfahrtswege, die nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern vor allem die gesundheitlichen Risiken für den Patienten senken. Ein abgestimmter Behandlungsverlauf vermeidet Doppeluntersuchungen. Insgesamt bedeutet der Vertrag mehr Lebensqualität für die Patienten und deren Angehörige.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

  • Information der Versicherten über das spezielle Versorgungsangebot der Integrierten Versorgung
  • Sicherstellung der dem Vertrag entsprechenden Prozesse im Fall- und Abrechnungsmanagement

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Weser-Ems-Gebiet

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

80 Patienten

Seit wann, und gegebenenfalls bis wann, läuft das Projekt?

Seit 10/2007, unbefristet
 

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