Pflegepräventionsberatung

AOK Nordost

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Wer sind die Träger des Projekts?

Experten-Pflege-Service GmbH und AOK Nordost

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Pflegebedürftige Menschen möchten meist so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben - dazu benötigen sie Unterstützung. Doch vor allem auf dem Land ist es schwierig, entsprechende Dienstleistungen jederzeit und überall verfügbar zu haben. Umso wichtiger sind eine gute Vernetzung der Dienstleister und eine umfassende Pflegepräventionsberatung für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Patienten werden, zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt oder beim erstmaligen Antrag auf Pflegeleistungen, umfassend beraten, um Pflegebedürftigkeit so gut wie möglich hinaus zu zögern oder Betroffenen ein möglichst selbstständiges Leben im häuslichen Umfeld zu ermöglichen. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen werden zu allen Themen rund um die Pflege in der Häuslichkeit und zu den Pflegeleistungen geschult und informiert. Dabei spielen präventive Aspekte eine besondere Rolle, wie zum Beispiel die Verhinderung von Stürzen oder ein besonderer Blick auf mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten. Dazu vermittelt die Pflegepräventionsberatung bei Bedarf wichtige Kontakte zu anderen im Pflegebereich tätigen Einrichtungen wie ambulanten Pflegediensten, ehrenamtlich Tätigen, Menübringdiensten, sozialen Diensten, Pflegestützpunkten etc. Der Fokus des Projekts liegt auf den Versicherten, die jeweils neu in den Leistungsbezug kommen (Pflegegrad 1, Pflegegrade 2 – 4 nur Pflegegeldbezieher).

Was haben die Versicherten davon?

Einerseits erhalten Betroffene und ihre Angehörigen das nötige Wissen, um gute Pflege zu leisten, andererseits werden sie Teil eines Netzwerks, das sie im täglichen Leben individuell passend unterstützen kann. So können Menschen länger in ihrem häuslichen Umfeld leben.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

Information der in Frage kommenden Versicherten mittels Brief über das Angebot, Telefonie im Anschluss, im optimalen Fall Terminvereinbarung mit dem Versicherten für eine Pflegepräventionsberatung, Beauftragung E.P.S. (Experten-Pflege-Service), Erstattung der Rechnungen von E.P.S.

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

Durch die Pflege Service GmbH werden pro Jahr rund 6.000 Hausbesuche durchgeführt.

Seit wann, und gegebenenfalls bis wann, läuft das Projekt?

Seit 02/2016, zunächst befristet bis 01/2020
 

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