TeleDoc PLUS

AOK PLUS

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Wer sind die Träger des Projekts?

AOK PLUS und Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT)

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Für Versicherte mit chronischen Erkrankungen und/oder Mobilitätseinschränkungen, die in ländlichen Regionen leben, ist das Erreichen einer Arztpraxis mit erheblichen Aufwendungen und Schwierigkeiten verbunden. Gleichzeitig müssen die vorhandenen, niedergelassenen Ärzte in ländlichen Regionen viele Patienten betreuen und dafür mitunter zeitintensive Anfahrtswege bei Hausbesuchen in Kauf nehmen.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Mit TeleDoc PLUS soll vor allem in den ländlichen Regionen die ärztliche Versorgung auch durch digitale Möglichkeiten sichergestellt werden. Nach Absprache mit dem Hausarzt besucht eine besonders ausgebildete Praxisassistenz den Patienten im Hausbesuch oder im Pflegeheim. Die Praxisassistenz führt einen telemedizinischen Rucksack mit sich. Dieser Rucksack enthält medizinische Messgeräte für Puls, Blutzucker, Blutdruck, Lungenvolumen oder Herzfunktion. Die Werte werden mit einem Tablet erfasst und an den Arzt übermittelt. Bei Bedarf wird der Arzt per Video zugeschaltet, kann mit dem Patienten sprechen oder das weitere Vorgehen mit der Assistenz abstimmen.

Mit TeleDoc PLUS hat sich die AOK PLUS das Ziel gesetzt, insbesondere in den ländlichen Regionen die Versorgung der Versicherten sicherzustellen und die "Ressource Arzt" effizient einzusetzen.

Was haben die Versicherten davon?

Manchen Patienten fällt es schwer, eine Arztpraxis zu erreichen - zum Beispiel, wenn sie alt, gehbehindert oder chronisch krank sind. Gerade für diese Patientengruppen ist die Versorgung im Hausbesuch von immenser Bedeutung und hat den Vorteil, dass Wartezeiten beim Arzt und Wegekosten vermieden werden. Mit dem Einsatz von Telemedizin werden die Patienten so gut versorgt, als wäre der Arzt bei ihnen. Durch den Austausch per Video bleibt das enge Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient bestehen und der Patient erlangt Sicherheit im Umgang mit seiner Erkrankung. Das Angebot ist auch für Patienten nutzbar, die selbst nicht mit digitaler Technik umgehen können oder wollen. Alle Maßnahmen unterstützen eine Verbesserung der Lebensqualität betroffener Patienten.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

Die Kommunikation des Versorgungsangebotes gegenüber den Versicherten/Leistungserbringern und aktive Vermarktung von TeleDoc PLUS

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Thüringen

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

Prognose bis Ende 2019: 200 Hausärzte mit ca. 1.500 Versicherten (bei der Anzahl der Versicherten sind Mehrfachbesuche nicht berücksichtigt)

Seit wann, und gegebenenfalls bis wann, läuft das Projekt?

Seit 4/2018, unbefristet
 

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