Gesundheitskiosk "Billstedt-Horn"

AOK Rheinland/Hamburg

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Wer sind die Träger des Projekts?

AOK Rheinland/Hamburg, Ärztenetz Billstedt-Horn, Gesundheit für Billstedt-Horn UG

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Chronische Erkrankungen treten in sozial schwächeren Regionen/Stadtteilen im Vergleich häufiger und früher auf. Gleichzeitig ist der Versorgungsgrad in diesen Gebieten oft unterdurchschnittlich. So praktizieren zum Beispiel in den beiden einkommensschwachen Hamburger Stadteilen Billstedt und Horn deutlich weniger Haus- und Fachärzte als in anderen Stadtteilen Hamburgs.

Das Angebot versucht, dieser Entwicklung zu begegnen, indem es die Versorgungspartner vernetzt, infrastrukturelle Verbesserungen anstrebt und die Gesundheitskompetenzen der Bewohner fördert.

Neben dem Bereich der ländlichen Versorgung ist dieser Ansatz gerade für die großen Ballungszentren in NRW mit sozial schwächeren Stadtteilen (zum Beispiel Duisburg-Marxloh, Köln-Chorweiler etc.) von enormer Bedeutung.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Den Bewohnern der Hamburger Stadtteile Billstedt und Horn soll ein einfacher und schneller Zugang zu niedrigschwelligen Hilfs- und Beratungsangeboten ermöglicht werden. Das Angebot des dazu eingerichteten Gesundheitskiosks ist vielfältig: Das medizinisch ausgebildete und mehrsprachige Team berät Patienten vor und nach Arztbesuchen, koordiniert Behandlungsschritte und vermittelt an Einrichtungen und Vereine im Stadtteil.

Was haben die Versicherten davon?

Das Projekt ist ein wichtiger Baustein, um die gesundheitliche Versorgung insbesondere in sozial schwächeren Stadtteilen zu verbessern. Es orientiert sich stärker an den Bedürfnissen der Menschen und an ihrem Alltag. Das Beratungsangebot am Kiosk ist für die Versicherten kostenlos. Die Mitarbeiter sprechen neben Deutsch die in dem Stadtteil am häufigsten genutzten neun Sprachen, wie zum Beispiel Türkisch, Russisch, Polnisch, Englisch, Persisch.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

  • Förderung der Management- und Netzstruktur
  • Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsmessung
  • Weiterentwicklung standardisierter Versorgungsmodule
  • Koordination

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

In den Hamburger Stadtteilen Billstedt und Horn

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

Die AOK Rheinland/Hamburg arbeitet mit dem Ärztenetz Billstedt-Horn und mit Partnern aus der Region zusammen (unter anderem mit der Kommune). Derzeit sind 30 Prozent aller Arztpraxen in Billstedt und Horn Mitglied im Ärztenetz, das entspricht 50 Ärzten. Weiterhin ist eine Klinik beteiligt.

Seit wann, und gegebenenfalls bis wann, läuft das Projekt?

Seit 2017
 

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