Telekardiologieprojekt Kaiserslautern

AOK Rheinland-Pfalz/Saarland

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Wer sind die Träger des Projekts?

Rettungsdienstbereich Kaiserslautern, Kreisverwaltung Kaiserslautern - Rettungsdienst, Krankenkassen, Fraunhofer-Institut, Hilfsorganisationen, Landesinnenministerium, Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

In ländlichen Regionen muss der nichtärztlich besetzte Rettungsdienst größere Distanzen bis zum nächsten geeigneten Krankenhaus überwinden. Bis die richtige Diagnose gestellt werden kann, vergeht so wertvolle Zeit. Mitunter fährt der Rettungsdienst auch ein Krankenhaus an, das für den tatsächlich vorliegenden Notfall nicht entsprechend ausgestattet ist, und es muss ein Weitertransport erfolgen.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Durch die Übertragung der elektronischen Daten (zum Beispiel EKG) an einen Konsiliararzt (Kardiologe) in einem Krankenhaus wird eine schnellstmögliche Diagnostik noch im Rettungswagen gewährleistet, obwohl gegebenenfalls kein Notarzt vor Ort anwesend ist. Der Rettungsdienst kann dann zielgerichtet in das für den Patienten am besten geeignete Krankenhaus mit einer adäquaten medizinischen Ausstattung fahren.

Was haben die Versicherten davon?

Für Versicherte wird durch eine schnellere Diagnostik sichergestellt, dass sie in das für ihren Notfall am besten geeignete und entsprechend ausgestattete Krankenhaus gebracht werden. Zudem werden hierdurch sogenannte Sekundärfahrten - vom erstversorgenden zum geeigneten Krankenhaus - mit dem Rettungswagen reduziert, und es können lange Fahrzeiten deutlich verkürzt werden, so dass die Rettungsmittel schneller wieder für nachfolgende Notfalleinsätze zur Verfügung stehen. Hierdurch verbessert sich insgesamt die Überlebenschance/-qualität des Notfallpatienten und die Versorgungsqualität in der gesamten Region.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

  • Festes Mitglied der Arbeitsgruppe Telekonsultation
  • Kostenträger

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Landkreis Kaiserslautern

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

Eine Ausdehnung auf andere Regionen ist denkbar und wird sicherlich angestrebt.

Seit wann, und gegebenenfalls bis wann, läuft das Projekt?

Seit 7/2018, unbefristet
 

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