OMD-Wund-Pflege-Management

AOK NordWest

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Wer sind die Träger des Projekts?

ORGAMed Dortmund GmbH

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Die Leistungserbringung kann über verschiedene Leistungssektoren hinweg interdisziplinär und fachübergreifend erbracht werden. Dem behandelnden Arzt steht ein Case Manager/Pflegerischer Fachexperte für Menschen mit chronischen Wunden (PFE) von ORGAMed Dortmund zur Seite. Dieser wird gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die Koordinierung und Planung eines individuell auf den Versicherten abgestimmten Pflege- und Therapieablaufs realisieren. Bei Bedarf ist auch eine Videosprechstunde (elVi®) möglich.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Die Behandlung von Versicherten mit Wundheilungsstörungen beziehungsweise chronischen Wunden erweist sich in einem sektoral getrennten Versorgungssystem häufig als problematisch und für die beteiligten Leistungserbringer, Krankenkassen und betroffenen Patienten als intransparent. Betroffene erhalten deshalb oft keine optimal aufeinander abgestimmte Versorgung. Damit sind nicht nur Einschränkungen der Lebensqualität infolge längerer Heilungszeiträume, sondern auch negative wirtschaftliche Effekte für die Versichertengemeinschaft verbunden. Die adäquate Versorgung von Versicherten mit chronischen Wunden erfordert ein abgestimmtes, sektorenübergreifendes und interdisziplinäres Vorgehen.

Was haben die Versicherten davon?

Der Versicherte und der von ihm gewählte Arzt erhalten professionelle Unterstützung bei der chronischen Wundversorgung unter Ausschöpfung aller bekannten Behandlungsmethoden. Gleichzeitig werden edukative Maßnahmen vermittelt. Die Zusammenarbeit findet professionen- und sektorenübergreifend statt. Ziel ist der nachhaltige Wundverschluss.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

Vertrags(-weiter)entwicklung, Vergütung, Teilnehmerverwaltung, Begleitung, Evaluation, Öffentlichkeitsarbeit

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Südtondern und perspektivisch Herzogtum Lauenburg (Schleswig-Holstein), Kreise Höxter und Hochsauerland (Westfalen-Lippe)

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

Momentan profitieren etwa 100 Versicherte pro Jahr und Region vom Projekt.

Seit wann, und gegebenenfalls bis wann, läuft das Projekt?

Das Vorhaben befindet sich in Westfalen-Lippe seit 01.01.2017 in der Umsetzung; seit 01.02.2019 läuft die Übertragung auf Schleswig-Holstein. Seit April 2019 kommt zusätzlich die Online-Videosprechstunde elVi® zum Einsatz.

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