Etablierung der Videosprechstunde

AOK Nordost

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Wer sind die Träger des Projekts?

Von der Kassenärztliche Bundesvereinigung zertifizierte Videodienstanbieter (beispielsweise Patientus), Centrum für Gesundheit, interessierte Ärzte und Kassenärztliche Vereinigungen

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Die Videosprechstunde ermöglicht Patienten eine schnelle Kommunikation mit medizinischen und therapeutischen Leistungserbringern unabhängig vom Standort. Mit diesem innovativen Service wird eine verbesserte Patienten Adhärenz angestrebt, die eine optimale Versorgung mit Hilfe von Videosprechstunden ermöglicht. Mit Hilfe dieser modernen Kommunikationsmethode soll eine flächendeckende Unterstützung der Ärzte bei der Behandlung der Patienten erfolgen. Die Ärzte entscheiden zusammen mit dem jeweiligen Patienten und unter Wahrung der ärztlichen Sorgfalt, ob eine Videosprechstunde ärztlich vertretbar ist (Beratung bei Fernbehandlungsverbot bzw. Behandlung bei Aufhebung des Fernbehandlungsverbotes) oder ob ein persönlicher Kontakt vor Ort erforderlich ist.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Momentan entsteht den Ärzten ein monetäres Defizit für die Videosprechstunde. Um die Digitalisierung in den Arztpraxen voranzubringen und Ärzte in der Umsetzung telemedizinischer Angebote zu unterstützen, ist es daher notwendig, zusätzliche finanzielle Anreize zur Einführung einer Videosprechstunde zu schaffen. Ein denkbares Vertragsmodell zur Erprobung eines solchen Anreizsystems ist eine Aufwandsentschädigung zusätzlich zu den Leistungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs. Diese soll den Mehraufwand ausgleichen und die Ärzte animieren, sich als Multiplikatoren einzubringen und ihre Erfahrungen mit anderen Ärzten zu teilen.

Was haben die Versicherten davon?

Videosprechstunden können insbesondere für den Patientenkontakt zum Hausarzt ein probates Mittel sein. Mögliche Vorteile sind: lange Wartezeiten auf einen Arzttermin und in der Arztpraxis vermeiden, Arztkontakt auch zu "unüblichen Uhrzeiten" (Wochenende, Feiertage), kein direkter Kontakt und somit Schutz vor Ansteckungen durch andere Patienten im Wartezimmer.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

Unter Federführung der AOK Nordost sollen Verträge mit interessierten Ärzten und Kassenärztlichen Vereinigungen geschlossen werden.

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Das Projekt soll in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt werden.

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

Gerechnet wird mit 50 interessierten Ärzten pro Bundesland (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern)

Seit wann, und gegebenenfalls bis wann, läuft das Projekt?

Aktuell gibt es noch kein konkretes Startdatum für das Projekt

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