Modellvorhaben in der Kinder- und Jugendpsychiatrie (2)

AOK Baden-Württemberg

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Wer sind die Partner/Initiatoren des Projekts?

Initiator: AOK Baden-Württemberg
Partner: Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) als Landwirtschaftliche Krankenkasse, Universitätsklinikum Tübingen

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Mit dem Modellvorhaben soll die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit schweren psychischen Störungen in der Modellregion optimiert werden. Ziel ist ein besserer Übergang aus der vollstationären in die ambulante Versorgung.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Kern der Modellversorgung sind die „Therapeutische Intensivbehandlung im Ambulanten Setting“ (TIBAS) und ein intensives Case Management. TIBAS ist ein stationsersetzendes Angebot, das ermöglicht, die Behandlungsintensität hochflexibel und individuell auf die jeweiligen Patientenbedürfnisse einzustellen. Ein personenbezogener Case Manager betreut den Patienten über die gesamte Behandlungsdauer vom stationären Aufenthalt über die gesamte TIBAS und steht auch nach Entlassung zur Verfügung. So können lange vollstationäre Aufenthalte verkürzt werden. 

Was haben die Versicherten davon?

Durch die Verkürzung langer vollstationärer Aufenthalte zu Gunsten der TIBAS können die Kinder/Jugendlichen mit therapeutischer Unterstützung schneller wieder in ihrem Lebensalltag (Familie, Schule, soziales Umfeld etc.) Fuß fassen. Wiederkehrende krisenhafte Zuspitzungen können frühzeitig abgefangen und damit verbundene erneute Krankenhauseinweisungen vermieden werden.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

Konzeption der Modellversorgung gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Tübingen, Bereitstellung der Finanzierung, Weiterentwicklung der Modellversorgung, Koordinierung der begleitenden wissenschaftlichen Evaluation

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Tübingen, Reutlingen, Zollernalb, Teile Landkreis Böblingen

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

Rund 250-280 Versicherte pro Jahr 

Seit wann läuft das Projekt?

Seit Oktober 2017


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