VESPEERA: "Versorgungskontinuität sichern: Patientenorientiertes Einweisungs- und Entlassmanagement in Krankenhäusern und Hausarztpraxen"

AOK Baden-Württemberg

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Wer sind die Partner/Initiatoren des Projekts?

Initiator: AOK Baden-Württemberg und HZV-Vertragspartner (HZV = Hausarztzentrierte Versorgung)
Partner: AOK Baden-Württemberg mit Konsortialpartnern: Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung; Universitätsklinikum Heidelberg, Institut für Medizinische Biometrie; AQUA – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH; Hausärztliche Vertragsgemeinschaft AG Köln, Regionaldirektion Süd in Stuttgart; Gesundheitstreffpunkt Mannheim

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Ziel des Projekts ist es, Versorgungslücken zwischen den Sektoren vor und nach einem stationären Krankenhausaufenthalt zu schließen. So soll der Rahmenvertrag Entlassmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V um hausärztliche Versorgung ergänzt werden. Dies gilt für AOK-Versicherte ab 18 Jahren im AOK-HausarztProgramm vor oder nach einem stationären Klinikaufenthalt.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Mit VESPEERA soll die sektorenübergreifende Versorgung im Einweisungs- und Entlassmanagement optimiert werden. Möglich wird dies durch eine verbesserte Kommunikation und Kooperation zwischen den Sektoren, insbesondere zwischen Krankenhaus und Hausarzt. Dabei gilt es Versorgungslücken und Informationsbrüche zu vermeiden, ebenso wie Rehospitalisierungen sowie eine Doppel-, Unter- oder Fehlversorgung. Darüber hinaus soll die Patientenzufriedenheit und -kompetenz gesteigert werden. Als Maßnahme kommt hierfür eine strukturierte und softwaregestützte Einweisung in Hausarztpraxen in Betracht (Durchführung von Asssessments, Generierung von Einweisungsbrief und Patientenbegleitinfo). Außerdem soll in der Klinik bzw. Hausarzt-Praxis ein HospitalScore erhoben werden zur Einschätzung des Rehospitalisierungsrisikos binnen 90 Tagen nach der Entlassung. Zusätzlich ist ein strukturiertes und softwaregestütztes Entlassassessment mit anschließendem engmaschigen Monitoring durch die Hausarzt-Praxis bei Patienten mit erhöhtem Rehospitalisierungsrisiko geplant.

Was haben die Versicherten davon?

Durch Partizipation und Empowerment soll der Fokus auf den Patienten liegen. Diese werden besser aufgeklärt, erhalten mehr Informationen und werden aktiv in die Vorbereitung auf die Behandlungen einbezogen. Voraussetzung dafür ist eine verbesserte Kommunikation und Abstimmung zwischen Krankenhaus und Hausarzt-Praxis.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

Konsortialführung (Projektverantwortung und -management), Vergütung der Leistung und Vertrags-/Leistungsgestaltung

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg: Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg, Calw, Reutlingen, Tübingen, Heidelberg, Rhein-Neckar, Böblingen

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

Zirka 100 HZV-Ärzte und 30 Krankenhausfachabteilungen

Seit wann läuft das Projekt?

Seit Oktober 2017


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