Sicher- und Aktivsein im Alter - Ambulante Sturzprävention

AOK Nordost

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Wer sind die Partner/Initiatoren des Projekts?

Initiator: AOK Nordost
Partner: ambulante Einrichtungen für Senioren (zum Beispiel ausgewählte Tagespflegen, Pflegedienste), Deutsche Rheuma-Liga Landesverband Brandenburg e. V., Deutsche Rheuma-Liga Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., Brandenburger Landfrauenverband e. V., Landkreis Märkisch-Oderland, Landkreis Havelland, Landesausschuss für Innere Mission, Malteser Hilfsdienste und andere

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Besonders im ländlichen Raum fehlen Angebote für Senioren. Eine gute Infrastruktur, geeignete Räumlichkeiten und qualifiziertes Personal sind oftmals nicht vorhanden. Das Projekt verbessert mit seinen Angeboten zur Sturzprävention die Mobilität, Bewegung und soziale Teilhabe von Senioren.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Mit dem Alter lassen Reaktionsvermögen, Beweglichkeit und Kraft nach. Auch Seh- und Hörvermögen werden schlechter, was wiederum die Orientierung beeinträchtigt. Einige Medikamente fördern zudem Benommenheit. Damit wächst auch das Risiko zu fallen. Aus Angst vor Stürzen bewegen sich ältere Menschen weniger. Das Gleichgewichtsgefühl und die Reaktionsfähigkeit werden schwächer und auch die Muskeln verlieren mit der Zeit an Kraft. Senioren droht dann oftmals Vereinsamung. Primäres Ziel des Projekts ist, Selbständigkeit, Mobilität, Koordination, Balancegefühl und Kraft älterer Menschen möglichst lange zu erhalten. Dadurch sollen Stürze verhindert und die Lebensqualität im häuslichen Umfeld verbessert werden. Gleichzeitig lassen sich sturzbedingte Unfallfolgen vermeiden und ärztliche Behandlungskosten senken.

Was haben die Versicherten davon?

Senioren können kostenfrei unter Anleitung von qualifizierten Ehrenamtlichen an den Angeboten zur Sturzprävention teilnehmen. Es gibt ein dauerhaftes Gruppenangebot, das gut im ländlichen Raum umsetzbar ist. Die Angebote verbessern die Mobilität, Bewegung und soziale Teilhabe von Senioren.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

Konzeptentwicklung/-anpassung, Koordination, Qualifizierung zu vier Modulen, Finanzierung von Trainingsmaterialien, Evaluation

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Das Angebot wird aktuell an 250 Standorten in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt.

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

Über 250 Standorte mit zirka 500 Trainingsgruppenleiterinnen und -leitern

Seit wann läuft das Projekt?

Seit Anfang 2010 fortlaufend


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