Vertrag zur Besonderen Versorgung gemäß § 140 a ff SGB V für die Versorgung der Versicherten mit gastroenterologischen Erkrankungen einschließlich Magen- und Darmkrebs

AOK Niedersachsen

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Wer sind die Partner/Initiatoren des Projekts?

Initiator: AOK Niedersachsen gemeinsam mit den Vertragspartnern
Partner: St. Marienhospital, Marienstraße 6-8, 49377 Vechta; Facharzt Dr. med. Volker Meister, Marienstraße 6-8, 49377 Vechta

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Durch einen abgestimmten Behandlungsverlauf ohne sektorale Trennungen der verschiedenen Versorgungsebenen und einen intensiven Informationsaustausch zwischen den beteiligten Leistungserbringern soll schrittweise eine Qualitätsverbesserung hinsichtlich Prävention, Diagnostik und Therapie erreicht werden. Ziel des Projektes ist es, nicht notwendige stationäre Krankenhausbehandlungen zu vermeiden sowie kurzzeitige stationäre Wiederaufnahmen nach einer stationären Krankenhausbehandlung durch andere Behandlungsformen zu verhindern. Schwerwiegende Erkrankungen, insbesondere Magen- und Darmkrebs, sollen rechtzeitig erkannt und zielgerecht behandelt werden. Dabei gilt es eine Fehl-, Unter- und Überversorgung zu unterbinden sowie aufwendige Abrechnungsregeln durch eine Pauschalvergütung bestimmter Leistungssegmente zu vermeiden.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Gastroenterologische Erkrankungen gehören neben den Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und des Muskel- und Skelettsystems zu den häufigsten Ursachen für eine Krankenhausbehandlung. In der Versorgung der betroffenen Patienten geht es dabei sowohl um medizinische Hilfe in akut auftretenden Krankheitssituationen, wie auch um die Behandlung länger andauernder oder chronifizierter Krankheitsbilder. Im Hinblick auf Neubildungen im Bereich Magen und Darm steht die möglichst frühzeitige Erkennung und Behandlung im Fokus. Mit dem Vertrag für ein integriertes regionales Versorgungsmodell Gastroenterologie soll die Grundlage geschaffen werden, die im sektoralisierten System der Regelversorgung noch immer vorhandenen Brüche und Reibungen im Behandlungsverlauf und die sich daraus ergebenden Defizite in Qualität und Wirtschaftlichkeit zu überwinden. Kommt ein Versicherter aufgrund einer Krankenhaus-Einweisung oder als Notfall ins St. Marienhospital, erhält das Krankenhaus – neben der stationären Versorgung – erweiterte Möglichkeiten, stationsersetzende Leistungen und Nachsorgebehandlungen durchzuführen, die in der Regelversorgung nicht möglich sind.Was haben die Versicherten davon?Der Versicherte erhält die auf die jeweilige Situation angepasste Behandlung. Eine vollstationäre Versorgung kann durch eine stationsersetzende Behandlung vermieden werden. Behandlungsdauer und -intensität werden im Rahmen des vereinbarten Budgets ohne formale Vorgaben situativ festgelegt. Abgestimmte Behandlungsabläufe erfolgen im Rahmen eines speziell für dieses Projekt erstellten Behandlungskonzeptes. Ein Casemanagement steuert den gesamten Behandlungsablauf.Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?Die Versicherten werden über das erweiterte Behandlungsangebot informiert. Die Wirksamkeit der Maßnahme wird evaluiert.

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Landkreis Vechta und angrenzende Regionen

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

500 Fälle

Seit wann läuft das Projekt?

Seit Juli 2011.


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