Festzuschüsse bei Zahnersatz 2021

Für Zahnersatz (Kronen, Brücken, Prothesen) und Suprakonstruktionen zahlen die Krankenkassen seit Januar 2005 einen klar kalkulierbaren, festgelegten Betrag - den befundorientierten Festzuschuss. Dieser Erstattungsbetrag orientiert sich am konkreten Befund (zum Beispiel "fehlender Zahn im Unterkiefer"). Das bedeutet: Alle Versicherten bekommen bei gleichem Befund den gleichen Betrag von ihrer Kasse erstattet. Bis Ende 2004 beteiligte sich die Kasse prozentual an den Kosten beim Zahnersatz. Je nach Zahnarzt und gewählter Versorgungsform konnte die Rechnung bei verschiedenen Versicherten unterschiedlich ausfallen, obwohl der der Befund exakt der gleiche war.

Die Festzuschüsse decken mindestens 50 Prozent der vorher festgelegten, medizinisch notwendigen Versorgung für diesen konkreten Befund ab. Die andere Hälfte der Kosten zahlt der Versicherte. Wünscht er eine höherwertige Versorgung, beispielsweise ein Implantat statt einer Brücke, bekommt er ebenfalls den Festzuschuss. Die über diesen hinausgehenden Kosten zahlt der Versicherte aus eigener Tasche.

Härtefallregelung:

Versicherte werden beim Zahnersatz von den Eigenanteilen weitgehend befreit, wenn sie unzumutbar belastet werden. Eine unzumutbare Belastung liegt vor, wenn die monatlichen Bruttoeinnahmen 2021 die Grenze von 1.316,00 Euro (für den ersten Angehörigen 493,50 Euro, für jeden weiteren Angehörigen 329,00 Euro) nicht übersteigen.

Heil-und Kostenplan:

Vor Beginn der Behandlung muss die Krankenkasse den Heil- und Kostenplan prüfen und genehmigen. Dabei zeigt der Heil- und Kostenplan auf, welche Behandlung durchgeführt werden soll und wie hoch die voraussichtlichen Kosten für den Versicherten sind. Da die Krankenkassen seit 2005 einen befundbezogenen Festzuschuss bezahlen und dem Versicherten grundsätzlich Kosten in Höhe eines Eigenanteils entstehen, ist es sehr wichtig vor der Behandlung mit dem Zahnarzt über die gewünschte Behandlung und vor allem über die entstehenden Kosten, die der Versicherte zu finanzieren hat, zu sprechen.


Zur Übersicht: Das gilt

Zuletzt aktualisiert: 09-12-2020