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Ärztliche Versorgung

Zahlen, Daten, Fakten

Foto Arzt und Patient im Gespräch

Nach Angaben der Bundesärztekammer (BÄK) waren zum Jahresende 2018 insgesamt 392.402 Ärzte berufstätig, 7.523 oder knapp 1,9 Prozent mehr als Ende 2017. Auf einen berufstätigen Arzt kamen 2018 somit etwa 212 Einwohner; 1990 waren es noch 335 Einwohner pro Mediziner. Im ambulanten Bereich gab es 2018 insgesamt 157.288 Ärzte - 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zugleich ist aber die Zahl der niedergelassenen Ärzte von 118.356 um 0,7 Prozent auf 117.472 gesunken. Der Großteil der Mediziner (201.811) ist im Klinikbereich beschäftigt. Damit ist mehr als die Hälfte der berufstätigen Ärzte in einem Krankenhaus beschäftigt.

An der vertragsärztlichen Versorgung waren Ende 2017 laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) 172.647 Ärzte und psychologische Psychotherapeuten beteiligt. Diese Zahl setzt sich zusammen aus:

  • 128.974 Vertragsärzten und -psychotherapeuten,
  • 16.825 in Praxen angestellten Ärzten und Psychotherapeuten,
  • 16.185 angestellten Medizinern in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder weiteren Einrichtungen,
  • 9.517 sogenannten „ermächtigten Ärzten“, die beispielsweise in der Klinik arbeiten und aufgrund eines besonderen Versorgungsbedarfs eine Sondererlaubnis zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung haben,
  • und 1.146 Partnerärzten und -psychotherapeuten. Solche Ärzte sind in einem überversorgten und somit für Neuzulassungen gesperrten Gebiet tätig. Sie haben als Partner eines bereits zugelassenen Kollegen in einer Berufsausübungsgemeinschaft (ehemals Gemeinschaftspraxis) eine Sonderzulassung.

Grundsätzlich ist die Ärzteschaft zwar auch von der demografischen Entwicklung wie alle anderen Berufsgruppen betroffen. Seitdem der Anteil der unter 35-jährigen Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2005 mit 15,4 Prozent seinen Tiefpunkt erreicht hatte, ist er aber Ende 2018 auf 18,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es damit keine Änderung. 

Der Anteil der berufstätigen Ärztinnen steigt weiter: Zum Jahresende 2018 zählte die BÄK 185.310 Ärztinnen. Das entspricht einem Anteil von 47,2 Prozent.

Die Zahl der berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte ist 2018 um 3.500 auf 55.000 gestiegen. Die größte Zahl ausländischer Ärzte kommt aus Rumänien (4.312) und Syrien (3.908), gefolgt von Griechenland (2.777) und Österreich (2.309).

1999 gab es noch 59.290 Hausärzte, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnahmen. Deren Zahl sank bis 2007 auf unter 54.300 und stagniert seitdem. 2017 verzeichnete die KBV zum dritten Mal in Folge mehr Hausärzte: 55.032, 151 mehr als ein Jahr zuvor.
 

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