Dossierstempel

Ärztliche Versorgung

Zahlen, Daten, Fakten

Foto Arzt und Patient im Gespräch

Nach Angaben der Bundesärztekammer (BÄK) waren zum Jahresende 2020 insgesamt 409.121 Ärzte berufstätig, 6.668 oder knapp 1,7 Prozent mehr als Ende 2019. Auf einen berufstätigen Arzt kamen 2020 somit etwa 203 Einwohner; 1990 waren es noch 335 Einwohner pro Mediziner. Im ambulanten Bereich gab es 2020 insgesamt 161.400  Ärzte - knap ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zugleich ist aber die Zahl der niedergelassenen Ärzte von 116.330 um 1,3 Prozent auf 114.857 gesunken. Der Großteil der Mediziner (211.904) ist im Klinikbereich beschäftigt. Damit ist mehr als die Hälfte der berufstätigen Ärzte in einem Krankenhaus beschäftigt.

An der vertragsärztlichen Versorgung waren Ende 2019 laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) 180.581 Ärzte und psychologische Psychotherapeuten beteiligt. Diese Zahl setzt sich zusammen aus:

  • 127.323 Vertragsärzten und -psychotherapeuten,
  • 20.746 in Praxen angestellten Ärzten und Psychotherapeuten,
  • 21.885 angestellten Medizinern in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder weiteren Einrichtungen,
  • 9.222 sogenannten "ermächtigten Ärzten", die beispielsweise in der Klinik arbeiten und aufgrund eines besonderen Versorgungsbedarfs eine Sondererlaubnis zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung haben,
  • und 1.405 Partnerärzten und -psychotherapeuten. Solche Ärzte sind in einem überversorgten und somit für Neuzulassungen gesperrten Gebiet tätig. Sie haben als Partner eines bereits zugelassenen Kollegen in einer Berufsausübungsgemeinschaft (ehemals Gemeinschaftspraxis) eine Sonderzulassung.

Grundsätzlich ist die Ärzteschaft zwar auch von der demografischen Entwicklung wie alle anderen Berufsgruppen betroffen. Seitdem der Anteil der unter 35-jährigen Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2005 mit 15,4 Prozent seinen Tiefpunkt erreicht hatte, ist er seit Ende 2018 auf dem Stand von 19,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es damit ein leichtes Plus von 0,2 Prozentpunkten. 

Der Anteil der berufstätigen Ärztinnen steigt weiter: Zum Jahresende 2020 zählte die BÄK 197.036 Ärztinnen. Das entspricht einem Anteil von 48,2 Prozent.

Die Zahl der berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte ist 2020 um 3.585 auf 56.107 gestiegen.

1999 gab es noch 59.290 Hausärzte, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnahmen. Deren Zahl sank bis 2007 auf unter 54.300 und stagniert seitdem. 2020 verzeichnete die KBV nun 55.012 Hausärzte, 51 weniger als ein Jahr zuvor.

Zur Dossier-Übersicht

Zuletzt aktualisiert: 25-05-2021