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Bisher Impfstoff-Vereinbarungen mit vier Pharmaunternehmen

EU-Ticker

Grafik: Coronavirus

21.08.20 (ams) Die Europäische Kommission hat inzwischen mit vier Pharmaunternehmen Abnahmeverträge oder Vorvereinbarungen über die Belieferung mit möglichen Covid-19-Impfstoffen abgeschlossen. Es handelt sich bei den Vertragspartnern um das Tübinger Unternehmen CureVac und die Pharmakonzerne Sanofi-GSK, Johnson&Johnson sowie AstraZeneca. Mit weiteren Impfstoffherstellern würden Gespräche geführt, teile die Kommission am 20. August mit. Die jüngste Vereinbarung mit CureVac sieht laut Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Ankauf von zunächst 225 Millionen Dosen im Namen aller EU-Mitgliedstaaten vor, "sobald sich ein Impfstoff als sicher und wirksam gegen COVID-19 erwiesen hat". "Auf der Grundlage des geplanten Vertrags könnten alle EU-Mitgliedstaaten den Impfstoff erwerben, und er könnte Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen gespendet oder an europäische Länder weitergegeben werden", heißt es in der Mitteilung. Die Verträge mit der Industrie sind Teil der am 17. Juni beschlossenen Covid-19-Impfstrategie der EU.

Informelle Tagung der EU-Gesundheitsminister

21.08.20 (ams) Die Gesundheitsministerinnen und -minister der EU haben in einer Videokonferenz am 19. Juli über Konsequenzen aus der Corona-Krise beraten. Nach Darstellung des amtierenden Ratsvorsitzenden, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, forderte das Gremium die EU-Kommission auf, das "Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten" (ECDC) zu einem schlagkräftigen Reaktionszentrum für internationale Gesundheitskrisen auszubauen. Zudem soll die Kommission bis Oktober im Zusammenhang mit ihrer geplanten Arzneimittelstrategie Vorschläge erarbeiten, wie die Produktion wichtiger Arzneimittel in der Europäischen Union erhalten oder hierher zurück verlagert werden könnte. Die EU-Gesundheitsminister wollen auch im Gesundheitsbereich das Potential der Digitalisierung voll ausschöpfen. "Das beinhaltet vor allem einen verbesserten Zugang zu und Austausch von Gesundheitsdaten innerhalb der EU", sagte Spahn. Deshalb solle ein gemeinsamer Gesundheitsdaten-Raum geschaffen werden, der einen datenschutzkonformen Zugang und Austausch von Gesundheitsdaten für Forschung, Diagnose und Therapie ermögliche.

EU unterstützt intensivmedizinische Weiterbildung mit 2,5 Millionen Euro

21.08.20 (ams) Die Behandlung von Covid-19-Patienten hat die Intensivmediziner in vielen EU-Ländern vor große Herausforderungen gestellt. Die EU-Kommission will deshalb die intensivmedizinische Weiterbildung mit rund 2,5 Millionen Euro aus dem Corona-Soforthilfefonds unterstützen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am 18. August in Brüssel. „EU-weit sollen mindestens 1.000 Krankenhäuser und 10.000 Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte davon profitieren“, heißt es in der Mitteilung der Kommission. Mit der Umsetzung sei die Europäische Gesellschaft für Intensivmedizin (European Society of Intensive Care Medicine, ESICM) beauftragt worden.


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