80 Prozent der gesetzlich Versicherten ...

Zahl des Monats

24.07.20 (ams) ... mussten 2019 bei Hilfsmitteln nicht mehr als die gesetzlich vorgesehene Zuzahlung von mindestens fünf und höchstens zehn Euro leisten. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht des GKV-Spitzenverbandes über die von GKV-Versicherten gezahlten Mehrkosten bei Hilfsmitteln. Das heißt umgekehrt: Nur jeder fünfte Versicherte musste bei den Hilfsmitteln mehr als nur zuzahlen. "Uns ist wichtig, dass unsere Versicherten für ihren Krankenkassenbeitrag eine hochwertige Hilfsmittelversorgung erhalten. Um hohe Qualität zu gewährleisten, schreiben wir das Hilfsmittelverzeichnis regelmäßig fort und berücksichtigen dabei auch den schnellen medizinisch-technischen Fortschritt“, kommentierte Verbands-Vize Gernot Kiefer die aktuellen Zahlen.

Laut Mehrkostenbericht wurden 2019 in 29 Millionen Fällen Versicherte mit einem Hilfsmittel versorgt – von Inkontinenzhilfen über Armprothesen bis hin zu Gehhilfen und Atemtherapiegeräten. Dahinter verbirgt sich ein Ausgabevolumen von etwa 8,6 Milliarden Euro. Über alle Produktgruppen hinweg mussten in rund 5,9 Millionen Fällen Versicherte Mehrkosten in Höhe von insgesamt 692 Millionen Euro selbst tragen. Das sind durchschnittlich 117,75 Euro. Dabei ist die Bandbreite der nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes geleisteten Mehrkosten weit gefächert. Für Hörhilfen lagen sie im vergangenen Jahr bei 1.082 Euro, für Einlagen bei 30 Euro und bei Toilettenhilfen bei 39 Euro.



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