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458.000 Patientinnen und Patienten …

Zahl des Monats

Foto: Raucher mit Zigarette im Anschnitt

xx.06.21 (ams) … in Deutschland wurden 2019 wegen einer raucherspezifischen Erkrankung im Krankenhaus behandelt. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) bedeutet das einen Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 57 Prozent dieser Behandlungsfälle waren Männer. In 211.300 aller Fälle war Lungen- und Bronchial-, Kehlkopf- oder Luftröhrenkrebs die Ursache. 246.700 Fälle, also mehr als die Hälfte waren auf eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zurückzuführen. Knapp 77.600 Menschen in Deutschland starben 2019 an den Folgen einer Erkrankung, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht wird. 31.000 davon, also rund 40 Prozent, litten an einer COPD.

Das deckt sich auch mit Ergebnissen einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) für den "Gesundheitsatlas COPD". Demnach erkranken in Regionen, wo viel geraucht wird, mehr Menschen an der einer COPD als in anderen Gebieten. Der Bericht des WIdO macht regionale Unterschiede bei der Krankheitshäufigkeit bis auf die Ebene der 401 Kreise und kreisfreien Städte transparent. Im Ländervergleich verzeichnen Baden-Württemberg mit 5,8, Sachsen mit 6,0 und Bayern 6,2 Prozent die niedrigsten Anteile der COPD-Erkrankten. Auf die höchsten Werte kommen Berlin mit 8,6 Prozent, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (8,4 Prozent) und dem Saarland (8,1 Prozent). Der bundesweit niedrigste COPD-Anteil auf kommunaler Ebene findet sich laut der Auswertung mit 4,5 Prozent im baden-württembergischen Kreis Biberach, der höchste mit 12,1 Prozent in der nordrhein-westfälischen Stadt Gelsenkirchen.


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