64,25 Prozent ...

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Foto: Hilfe bei der Körperpflege

19.01.21 (ams) ... der Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen arbeiteten 2018 in direktem Kontakt mit Patienten. Das sind mehr als mehr als 3,63 Millionen der rund 5,65 Millionen Tätigen in der Branche. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden. 1,17 Millionen Menschen, also jeder fünfte Beschäftigte, sind im Krankenhaus tätig. Auf den ambulanten Bereich entfallen den Angaben nach 2,3 Millionen Beschäftigte, darunter rund 700.000 in Arztpraxen. Diese Gruppen gelten als besonders gefährdet, sich mit Covid-19 anzustecken. Die Corona-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums sieht deshalb vor, dass Angehörige von Gesundheitsberufen bevorzugt geimpft werden sollen.

Ein erheblicher Teil der Beschäftigten gehört laut Statistik selbst zur Risikogruppe für eine Covid-19-Infektion mit schwerem Verlauf. Das Lebensalter gilt hierbei als maßgebliche Variable. 2018 waren Destatis zufolge zwölf Prozent aller Angehörigen von Gesundheitsberufen bereits 60 Jahre und älter. 41 Prozent waren mindestens 50 Jahre alt. Überdurchschnittlich hoch ist der Anteil potenzieller Risikopatienten unter den Humanmedizinern mit eigener Praxis: Von den ambulant tätigen Ärzten waren 2018 bereits 30,7 Prozent über 59.

Ebenfalls ein hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe tragen die rund 800.000 Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen. Von ihnen waren 2019 knapp 13 Prozent mindestens 60 Jahre, fast die Hälfte (43 Prozent) 50 Jahre und älter. Etwas weniger gefährdet sind dagegen etwa Rettungssanitäter und Geburtshelfer, von denen nur 8,6 Prozent über 59 Jahre und nur etwas über 36 Prozent über 49 Jahre alt waren.

 

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