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57.294 Menschen …

Zahl des Monats

Foto: Senioren und Pflegerin spielen

05.08.21 (ams) … haben im Corona-Jahr 2020 eine generalistische Ausbildung zum neuen Beruf der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmanns begonnen. Diese Zahlen veröffentlichte jetzt das Statistische Bundesamt (Destatis). 17 Prozent davon waren bei Ausbildungsbeginn bereits älter als 30, sechs Prozent sogar älter als 40 Jahre. Das mittlere Alter (Median) bei Ausbildungsbeginn lag bei 20 Jahren. Mit 76 Prozent waren gut drei Viertel der Auszubildenden Frauen. Ein Prozent haben die Möglichkeit zur Teilzeitausbildung genutzt.

3.681 Pflege-Azubis (6,4 Prozent) lösten im Laufe des Jahres ihre Ausbildungsverträge, wechselten zu anderen Betrieben oder brachen ihre Ausbildung ab. Am Ende des Jahres 2020 zählten die Bundestatistiker insgesamt noch 53.610 Beschäftigte in der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. 2019 hatten laut Destatis zwar noch 71.300 Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag in diesem Bereich unterschrieben. Durch die Ausbildungsreform im Zuge des Pflegeberufe-Reformgesetzes (PflBRefG) und methodische Unterschiede bei der Erhebung sind die aktuellen Zahlen jedoch nur bedingt mit denen der vergangenen Jahre vergleichbar.

Die neue Ausbildung, die ihre Absolventen für die Pflege in allen Versorgungsbereichen qualifiziert – also in der Kranken, Kinder- und Altenpflege – soll den Angehörigen des Berufs bessere Einsatzmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven vermitteln. Das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe löste zu Jahresbeginn 2020 entsprechende Regelungen zu Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege ab. Im selben Jahr startete der erste Jahrgang auf der Basis der neuen Ausbildungsordnung. Im Gegensatz zu den bisherigen Lehrgängen erhalten die Ausbildenden jetzt auch eine Vergütung.


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