Apothekenbetriebsordnung

Apotheken müssen so eingerichtet sein, dass das Mithören von Beratungsgesprächen verhindert oder zumindest erschwert wird, etwa durch Trennwände oder größere Abstände zu anderen Kunden. Einer entsprechenden Änderung der Apothekenbetriebsordnung durch das Bundesgesundheitsministerium (Drucksache 61/12) stimmte der Bundesrat am 30. März 2012 zu. Darüber hinaus sind die Apotheken jetzt verpflichtet, mehr Opiate und ähnliche Schmerzmittel für Notfälle in der Palliativmedizin bereit zu halten. Auch offiziell erlaubt ist künftig, dass sie Medikamente durch eigene Boten ausliefern. Außerdem werden alle Apotheken zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems verpflichtet. Das soll insbesondere eine sichere Lagerung der Arzneimittel und eine ausreichende Beratung gewährleisten sowie Verwechslungen jeder Art ausschließen. Betriebliche Abläufe müssen genauer dokumentiert werden, insbesondere wenn Arzneimittel in Apotheken hergestellt werden. Das betrifft Infusionslösungen für Krebspatienten oder die Verblisterung von Fertigarzneimitteln ebenso wie auf Rezept gemixte Salben.

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