Approbationsordnung für Ärzte

Die Abschlussprüfung im Medizinstudium wird zweigeteilt: Der schriftliche Teil findet vom Sommersemester 2014 an vor dem Praktischen Jahr (PJ) statt, sodass sich die Absolventen danach voll auf die klinisch-praktische Tätigkeit im PJ konzentrieren können.

Weitere Änderungen der Approbationsordnung für Ärzte, die der Bundesrat am 11. Mai 2012 beschlossen hat (Bundesrats-Drucksache 862/11), betreffen die bessere Vereinbarkeit von Studium und Familie sowie die Stärkung der Allgemeinmedizin in der Ausbildung. Das Praktische Jahr (PJ) kann von sofort an auch in Teilzeit absolviert werden und ist damit besser mit Familienpflichten zu vereinbaren. Zudem sind im PJ künftig 30 Fehltage (bisher 20) zum Beispiel für die Betreuung minderjähriger Kinder erlaubt. Das allgemeinmedizinische Pflichtpraktikum wird vom Wintersemester 2013/14 an von einer Woche auf zwei Wochen verlängert. Außerdem muss jede Universität ab Oktober 2019 allen ihren Medizinabsolventen, die dies wünschen, einen PJ-Platz für vier Monate in der Allgemeinmedizin anbieten. Als Übergangsregelung gilt dies ab Oktober 2015 für zehn Prozent, ab Oktober 2017 für 20 Prozent eines Prüfungsjahrgangs. Weiterhin gilt, dass je vier Monate des PJs in Innerer Medizin und Chirurgie abzuleisten sind, vier weitere in einem frei wählbaren Fach. Von April 2013 an darf das PJ außerdem nicht nur an der Klinik der Heimatuniversität oder einem ihrer Lehrkrankenhäuser absolviert werden, sondern auch an anderen geeigneten Krankenhäusern. Zudem wurden Schmerztherapie und ärztliche Gesprächsführung als prüfungsrelevante Bereiche in der Approbationsordnung aufgenommen.

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