Rechengrößen in der Sozialversicherung 2017

Die Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen sowie die Versicherungspflichtgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung werden 2017 steigen. Das sieht die "Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2017" vor, die das Bundeskabinett am 12. Oktober 2016 beschlossen hat. Die Verordnung muss vom Bundesrat bestätigt werden, damit sie in Kraft treten kann.

Mit der Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen in der Sozialversicherung an die Einkommensentwicklung angepasst. Grundlage für das Jahr 2017 ist die Entwicklung im Jahr 2015. In dem Jahr stiegen die Einkommen bundesweit um 2,65 Prozent, in den alten Bundesländern um 2,46 Prozent und in den neuen Bundesländern um 3,91 Prozent. Daraus ergeben sich folgende Werte (Bruttoeinkommen:

  • Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Pflegeversicherung steigen von 4.237,50 Euro monatlich / 50.850 Euro pro Jahr auf 4.350 Euro monatlich / 52.200 Euro jährlich.
  • Die Versicherungspflichtgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung wird von 56.250 Euro jährlich auf 57.600 Euro angehoben.
  • In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigen die Beitragsbemessungsgrenzen in den alten Bundesländern von 6.200 Euro monatlich / 74.400 Euro pro Jahr auf 6.350 Euro monatlich / 76.200 Euro pro Jahr und in den neuen Bundesländern von 5.400 Euro monatlich / 64.800 Euro pro Jahr auf 5.700 Euro monatlich / 68.400 Euro pro Jahr.
  • In der knappschaftlichen Rentenversicherung wird die Beitragsbemessungsgrenze von 7.650 Euro monatlich / 91.800 Euro pro Jahr auf 7.850 Euro monatlich / 94.200 Euro pro Jahr (West) und von 6.650 Euro monatlich / 79.800 Euro pro Jahr auf 7.000 Euro monatlich / 68.400 Euro pro Jahr angehoben.

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