Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung

Anfang Januar 2019 hat das Bundesgesundheitsministerium den Referentenentwurf für ein Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung vorgelegt. Die Neuregelung soll das bisherige Psychotherapeutengesetz aus dem Jahr 1998 ablösen. Geplant ist ein Studium auf Masterniveau, das zur Erteilung der Approbation führt. Neben einem berufsrechtlichen Teil umfasst der Referentenentwurf Folgeänderungen, die insbesondere das Sozialversicherungsrecht betreffen.

Beratungsfolge

  • Referentenentwurf: 3. Januar 2019
  • Fachanhörung: 4. Februar 2019
  • Verabschiedung Kabinettsentwurf: 27. Februar
  • 1. Durchgang Bundesrat: 12. April
  • 1. Lesung Bundestag: Mai
  • Anhörung im Bundestag: N.N.
  • 2./3. Lesung Bundestag: N.N.
  • 2. Durchgang Bundesrat: N.N.
  • Inkrafttreten: N.N.

Im Kontext der Reform will das BMG eine Approbations-Ordnung erlassen, in der insbesondere das Nähere zu den Inhalten des Studiums sowie der Psychotherapeutischen Prüfung geregelt wird. Wesentliche Grundvorstellungen hierzu wurden bereits erarbeitet. Das Gesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrates.

Aus Sicht der Kassen orientiert sich die vorgesehene künftige Struktur der Ausbildung zu stark an der der Ärzte. Der Zugang zum Beruf des nichtärztlichen Psychotherapeuten werde bei gleichzeitiger Herabsetzung der Qualifikation erweitert. Insgesamt gehen die Krankenkassen von erheblich höheren Mehrkosten aus als das BMG. Das Ministerium beziffert die Mehrausgaben für die GKV ab dem Jahr 2026 sehr allgemein mit einem "unteren bis maximal mittleren dreistelligen Millionenbetrag". Zusätzlich kommen auf die Bundesländer laut BMG Mehrausgaben von rund 48 Millionen Euro pro Jahr zu.

Stellungnahme des AOK-Bundesverbandes zum Referentenentwurf

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