Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung und zur Änderung des Fünften Buches Sozialgesetzbuch

Hebammenreformgesetz (HebRefG)

Beratungsfolge

  • Referentenentwurf: 20. März 2019
  • Fachanhörung: 9. April 2019
  • Verabschiedung Kabinettsentwurf: 15. Mai 2019
  • 1. Durchgang Bundesrat: 7. Juni 2019
  • 1. Lesung Bundestag: N.N.
  • Anhörung im Bundestag: 24. Juni 2019
  • 2./3. Lesung Bundestag: 26. September 2019
  • 2. Durchgang Bundesrat: 8. November 2019
  • Inkrafttreten: 1. Januar 2020

Mit dem Hebammenreformgesetz wird die Ausbildung an die gewachsenen Anforderungen des komplexen Gesundheitssystems angepasst und weitgehend akademisiert. Dies soll auch die interprofessionelle Zusammenarbeit von Hebammen stärken. Zudem hat die Bundesregierung mit dem Gesetz die Vorgaben der EU-Richtlinie 2005/36/EG umsgesetzt. Künftig werden alle Hebammen im Rahmen von Regelstudiengängen ausgebildet. Durch die Ausrichtung als duales Studium wird es weiter einen großen Praxisanteil geben. Das Studium dauert mindestens sechs und höchstens acht Semester. Es orientiert sich an einem Bachelor-Studiengang.

Zu Beginn des Studiums schließen die Studierenden mit einem Krankenhaus einen Vertrag zur akademischen Hebammenausbildung. Das Krankenhaus trägt die Verantwortung für die Durchführung des berufspraktischen Teils des Studiums und zahlt der oder dem Studierenden für die gesamte Dauer des Studiums eine Vergütung. Praxiseinsätze finden im Krankenhaus sowie bei freiberuflich tätigen Hebammen oder in hebammengeleiteten Einrichtungen statt. Die Finanzierung erfolgt über das Krankenhausfinanzierungsgesetz durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).


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