Gesetz zur Reform der technischen Assistenzberufe in der Medizin

MTA-Reformgesetz

Die Ausbildungen der Berufe in der medizinischen Technologie sollen nach Darstellung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) "zeitgemäß attraktiv ausgerichtet und zukunftsorientiert weiterentwickelt werden" und sind demnach "ein erster und wichtiger Baustein der Umsetzung des `Gesamtkonzepts Gesundheitsfachberufe´". Die vier Berufe in der medizinischen Technologie (für Laboratoriumsdiagnostik, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin) sollen reformiert und gestärkt werden. Die bisherige Berufsbezeichnung wird zukünftig ersetzt durch die Berufsbezeichnung medizinische Technologin und medizinischer Technologe im jeweiligen Berufsfeld. Dies vollzieht fachliche und inhaltliche Änderungen der Berufsausübung, die bereits durch den medizinisch-technischen Fortschritt erfolgt sind, sprachlich nach.

Beratungsfolge

  • Verabschiedung Kabinettsentwurf: 23. September 2020
  • 1. Durchgang Bundesrat: 06. November 2020
  • 1. Lesung Bundestag: N.N.
  • Anhörung im Bundestag: N.N.
  • 2./3. Lesung Bundestag: N.N.
  • 2. Durchgang Bundesrat: N.N.
  • Inkrafttreten: N.N.

Ein Ausbildungsvertrag sowie eine angemessene Ausbildungsvergütung sollen künftig verbindlich sein. Das bisherige Schulgeld für die Ausbildung soll abgeschafft werden. Die Refinanzierung der Ausbildungskosten in Schulen, die keiner Trägerschaft oder Mitträgerschaft eines Krankenhauses unterliegen, wird zu Lasten der GKV neu geregelt. Das Ausbildungsziel in den jeweiligen Fachrichtungen wird modernisiert, weiter spezifiziert und nun kompetenzorientiert ausgestaltet. Die bisher allgemein gehaltenen Vorgaben zur Ausbildung werden konkretisiert und neu strukturiert. Die praktische Ausbildung wird im Umfang ausgeweitet.

Der Gesetzentwurf beinhaltet außerdem eine Anpassung des Notfallsanitätergesetzes, um mehr Rechtssicherheit für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in besonderen Einsatzsituationen zu schaffen. Dabei geht es um das eigenverantwortliche Durchführen heilkundlicher Maßnahmen.

Das MTA-Reformgesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrates. Das Gesetzgebungsverfahren soll Anfang 2021 abgeschlossen werden und das Gesetz voraussichtlich am 1. Januar 2023 in Kraft treten.


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