AOK-Forum "Gesundheit und Gesellschaft"

"Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) ist das AOK-Forum für Politik, Praxis und Wissenschaft. G+G erscheint seit Juli 1998 mit Reportagen, Kommentaren, Nachrichten, Fachbeiträgen, Terminen und Interviews - immer aktuell, informativ und engagiert. Elf Mal im Jahr.

Zusätzlich zur Printausgabe gibt es G+G seit Juni 2018 auch als nun auch als digitales Magazin - kostenfrei und mit zusätzlichen Inhalten.

 

G+G 11/22: Seele in Sicherheit

Therapie für Menschen mit Kriegstraumata und Fluchterfahrung

Titel: G+G 11/22 - kh

Geräusche, Gerüche, Stimmen oder Bilder erinnern geflüchtete Menschen in alltäglichen Situationen immer wieder an ihre traumatischen Erlebnisse. Psychotherapeuten versuchen zu helfen, doch der Andrang auf wenige Therapieplätze ist groß. Welche Hilfen Flüchtlinge mit Posttraumatischen Belastungsstörungen in Deutschland erhalten, hat G+G-Redakteur Thorsten Severin zusammengefasst.

Arztpraxen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen: Private Finanzinvestoren aus dem In- und Ausland kaufen sich zunehmend in den hiesigen Gesundheitsmarkt ein. Florian Staeck ist der Frage nachgegangen, wie diese Entwicklung zu bewerten ist und hat dazu Stimmen eingeholt.

Kontaktsperren, Isolation und Vorsicht: Durch die Pandemie waren viele Menschen auf sich allein gestellt, was ihre Einsamkeit verstärkt hat. Klaus Zok vom Wissenschaftlichen Institut der AOK und Anne Blawert von der Universität Greifswald haben untersucht, wie sich diese Entwicklung auf das Gesundheitsverhalten und -empfinden ausgewirkt hat.

Bei Gefahren für Leib und Leben der Bürger arbeiten die EU-Mitgliedstaaten künftig enger zusammen. Was die Länder der Staatengemeinschaft vereinbart haben, skizziert G+G-Autor Thomas Rottschäfer.

Zur G+G-Digital 11/22

G+G 10/22: Achtung Pflegefall

Bilanz des Reformbedarfs im Sozialgesetzbuch XI

Steigende Pflegekosten, schwache Finanzbasis: Die soziale Pflegeversicherung ist 25 Jahre nach ihrer Einführung in finanziellen Nöten. Stefan Greß und Christian Jesberger von der Hochschule Fulda ziehen Bilanz und zeigen auf, warum eine Reform dringend geboten ist.

Infektionsschutz, Kassendefizit, Kliniklandschaft, Pflege – Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote macht im Interview mit G+G deutlich, an welchen Stellschrauben aus ihrer Sicht in der Gesundheitspolitik gedreht werden muss.

Zulassung von Arzneimitteln, Risikoerfassung und -bewertung von Medizinprodukten und Beurteilung digitaler Gesundheitsanwendungen – das sind nur einige der zahlreichen Aufgaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Thomas Rottschäfer skizziert, was das Institut leistet.

Die meisten pflegebedürftigen Menschen leben in den eigenen vier Wänden, versorgt von ihren Angehörigen. Ein für Gutachter entwickeltes Prozedere hilft, passende Unterstützung zu veranlassen. Die Wissenschaftler Thomas Klie und Andreas Büscher erklären das Konzept und berichten über erste Erfahrungen.

Zur G+G-Digital 10/22

G+G 09/22: Lehren aus Lahnstein

30 Jahre Gesundheitsstrukturgesetz: Vorbild für große Reformen

Das Gesundheitsstrukturgesetz stellte vor 30 Jahren die Weichen für den Kassenwettbewerb. Für einen derart großen Wurf fehlten heute die Konzepte, der Mut und das Bemühen um einen breiten politischen Konsens, resümiert Klaus Jacobs, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Er vermisst insbesondere konsistente Strukturen der Versorgungssteuerung.

Die finanzielle Lage der Krankenkassen verschärft sich. Zum Ausgleich der Defizite dürften nicht allein die Beitragszahler herangezogen werden, betont Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, im Interview mit G+G. Auch im Hinblick auf grundlegende Strukturreformen in der Kranken- und Pflegeversicherung sieht Reimann noch viel Luft nach oben.

Viele Infizierte und Tote, mangelnde ärztliche Versorgung und ausgebrannte Pflegekräfte: Die Corona-Pandemie hat die stationäre Pflege an ihre Grenzen gebracht. In ihrer Studie „Covid-Heim“ machen Christian Hering und Adelheid Kuhlmey von der Charité Berlin mit Zahlen und Fakten deutlich, wie sich die Infektionskrankheit in der stationären Langzeitpflege ausgewirkt hat.

Eine Corona-Infektion hinterlässt bei vielen Menschen langfristig Spuren. Der Long-Covid-Experte Bernhard Schieffer plädiert im Gespräch mit G+G für eine frühzeitige, sektorenübergreifende Behandlung der Patienten. Denn je eher sie behandelt würden, desto besser seien die Aussichten auf Erfolg, so der Marburger Kardiologe.

Zur G+G-Digital 09/22

G+G 07-08/22: Operation Zukunft

Neue Technologien in der Chirurgie

Mehr Präzision, weniger Blutverlust, bessere Ergebnisse: Auf digitalen Technologien in der Chirurgie ruhen große Hoffnungen. G+G-Autor Christoph Fuhr hat zusammen mit Fotograf Stefan Boness einen Blick in das Universitätsklinikum Dresden geworfen, das ein Roboter-Assistenzsystem nutzt und weitere Anwendungen erforscht.

Auch im kommenden Herbst und Winter wird Covid-19 weltweit präsent sein. Die Politik plant, vulnerable Gruppen besonders zu schützen. Was das für Pflegeeinrichtungen bedeutet und auf welche Erfahrungen sie sich stützen können, skizziert Silke Jäger für G+G.

Um an Demenz erkrankte Menschen ruhigzustellen, bekommen sie oft Psychopharmaka. Doch die Präparate bringen unerwünschte Wirkungen mit sich. G+G-Redakteur Thorsten Severin zeigt anhand eines Pflegeheims in Baden-Württemberg, dass es auch Alternativen zum Medikamenteneinsatz gibt.

Hilfe für Eltern schwerstpflegebedürftiger Kinder: In einer Wohngemeinschaft in Trier lernen sie, was sie nach deren Klinikaufenthalt für die Betreuung daheim brauchen. G+G-Autor Otmar Müller erläutert, wie das Projekt „Ambulante Brückenpflege“ den Übergang aus dem Krankenhaus in die eigene Wohnung erleichtert.

Zur G+G-Digital 07-08/22

G+G 06/22: Wege aus dem Krisenmodus

Corona als Herausforderung für Public Health

Corona hat die Schwachstellen beim Schutz der öffentlichen Gesundheit offengelegt. Welche neuen Strategien – gerade im Public-Health-Bereich – für den Fall künftiger Pandemien notwendig sind, skizziert die Politikwissenschaftlerin Elvira Rosert.

Krebsfrüherkennung, Impfungen, Gesundheits-Checkup: Wie sich in Sachsen-Anhalt mehr ältere Menschen dazu bewegen lassen, Früherkennung und Vorsorge in Anspruch zu nehmen, zeigen die Wissenschaftlerinnen Ilona Hrudey und Svenja Walter von der Universität Magdeburg in ihrer aktuellen Studie.

Mehr als 45 Jahre widmete sich der Sozialdemokrat Klaus Kirschner der Gesundheitspolitik. Nun zieht sich der 80-Jährige zurück und äußert im Interview mit G+G ein klares Statement zu dringend erforderlichen Reformen.

Eine Regierungskommission soll Reformen für die stationäre Versorgung vorbereiten. Dirk Bürger vom AOK-Bundesverband kommentiert die Kritik an dem Gremium und plädiert dafür, auf Ideen aus dem Expertenkreis zu vertrauen.

Zur G+G-Digital 06/22

G+G 05/22: Amt auf Draht

Bilanz der Digitalisierung im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Der Öffentliche Gesundheitsdienst war jahrelang eher ein Stiefkind der Politik. Das rächte sich in der Corona-Pandemie. Doch inzwischen ist ein Förderprogramm angelaufen. Was davon bereits in der Praxis angekommen ist, hat sich G+G-Autor Thomas Rottschäfer in den Gesundheitsämtern des Landkreises Oldenburg und des Kreises Soest angeschaut.

Zum ersten Mal hat die AOK den Bundespreis für Betriebliche Gesundheitsförderung in der Pflege verliehen. Die Gewinner vereint ein innovativer Ansatz für eine gesunde und nachhaltige Arbeitsorganisation. Matthias Gabriel und Robin Halm stellen die Preisträger vor.

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute. Nicht alle Kliniken verfügen über die entsprechende Fachexpertise und können mit einem solchen Notfall umgehen. Wie telemedizinische Schlaganfall-Netzwerke gerade auch in ländlichen Regionen die professionelle Versorgung sicherstellen, erklärt G+G-Redakteur Thorsten Severin.

Mit dem Innovationsfonds will der Gesetzgeber die Gesundheitsversorgung weiterentwickeln. Doch die Überführung der Projekte in die breite Praxis erweist sich nicht immer als einfach. Miriam Ströing und Gunter Sperzel vom AOK-Bundesverband erklären die Hintergründe und zeigen mögliche Alternativen zu diesem Förderinstrument auf.

Zur G+G-Digital 05/21

G+G 04/22: Jungen in Balance

Wie neue Rollenbilder helfen, gesund aufzuwachsen

Jungen kennen keinen Schmerz – solche Rollenbilder bestimmen teilweise immer noch die gesundheitliche Entwicklung. Wenn Jungen aber die Balance zwischen Schutz und Risiko finden, wachsen sie gesünder auf. G+G-Autor Ralf Ruhl beschreibt, wie sich die Gesundheit von Jungen von Kindesbeinen an schützen lässt.

Ob bedarfsgerechte Versorgung, Digitalisierung, Wirtschaftlichkeit oder Wettbewerb – der Sachverständigenrat Gesundheit analysiert regelmäßig das Gesundheitswesen. In ihren Gutachten machen die Gesundheitsweisen der Politik Vorschläge für notwendige Veränderungen. G+G-Autor Thomas Rottschäfer gewährt einen Einblick in die Arbeit des wissenschaftlichen Gremiums.

Engagement mit Langzeitwirkung: Als Covid-19-Patienten die Intensivstation der Charité füllten, halfen Ärzte bei der Pflege. Kardiologe Djawid Hashemi berichtet, wie er durch den Seitenwechsel ein größeres Verständnis für beide Berufsgruppen und die Patienten entwickelt hat.

Mithilfe von Routinedaten lässt sich die Qualität der pflegerischen Versorgung in Pflegeheimen ablesen. Susann Behrendt und Antje Schwinger vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) stellen zwölf Indikatoren vor, die für das Projekt "Qualitätsmessung in der Pflege mit Routinedaten" entwickelt worden sind.

Zur G+G-Digital 04/22

G+G 03/22: Ethik-Kompass außer Kraft

Moralischer Stress in der Pflege: Ursachen, Risiken und Prävention

Pflegekräfte wollen Menschen helfen und deren Leid lindern. Doch Personalknappheit und hoher Zeitdruck hindern sie häufig daran, nach ihren Überzeugungen zu handeln. Wie daraus moralischer Stress entstehen kann und sich die Beschäftigten davor schützen lassen, beschreibt Medizinjournalistin Silke Jäger.

Ärztemangel, Bundeszuschuss, Kliniklandschaft und Pflege – im G+G-Interview legt der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch dar, welcher Änderungsbedarf aus seiner Sicht in der Gesundheitspolitik besteht. Vor allem bei der geplanten Krankenhausreform warnt er, die Erst- und Akutversorgung in der Fläche zu vernachlässigen.

Ob Depressionen, Migräne, Rückenschmerzen oder Ohrgeräusche – bei vielen Leiden können Ärzte Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) verschreiben. Eineinhalb Jahre nach ihrer Einführung sind sie zu einem festen Bestandteil der medizinischen Versorgung geworden. G+G-Redakteur Thorsten Severin erklärt, warum die Kritik an Detailregelungen bleibt und vor allem die Krankenkassen unzufrieden sind.

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen haben Kinder und Jugendliche in vielerlei Hinsicht getroffen. Psychische Belastungen, aber auch Kindeswohlgefährdungen und Gewaltdelikte gegen Kinder haben zugenommen. G+G-Autorin Silke Heller-Jung hat untersucht, welchen Preis Heranwachsende in den letzten Monaten gezahlt haben und wie nun schnellstmöglich gegengesteuert werden kann.

Zur G+G-Digital 03/22

G+G 02/22: Anschluss verpasst?

Stand und Perspektiven der Digitalisierung im Gesundheitssystem

Start der elektronischen Patientenakte, stärkere Nutzung von Videosprechstunden, Apps auf Rezept: Bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen ist Deutschland ein gutes Stück vorangekommen. Jörg F. Debatin, Experte für digitale Innovationen, zeigt auf, welche Treiber zu dieser Entwicklung geführt haben.

Beim Aufbau seines Gesundheitssystems hat sich Estland in den 90er-Jahren an Deutschland orientiert. Doch bei der Digitalisierung geht der baltische Staat längst eigene Wege und hat sein westliches Vorbild abgehängt. Julia Richter hat ein Expertenteam vor Ort begleitet.

Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard sieht Reformbedarf bei den Krankenhausstrukturen und in der ambulanten Versorgung. Im Interview macht die Linken-Politikerin deutlich, was aus ihrer Sicht für eine bessere Gesundheitsversorgung erforderlich ist.

Für komplizierte chirurgische Eingriffe benötigen Kliniken viel Erfahrung, und Studien weisen nach, dass die Fallzahlen die Behandlungsergebnisse beeinflussen. Inwiefern die Mindestmengenregelung sich als Steuerungsinstrument eignet und die Patientensicherheit erhöht, erläutern Ulrike Nimptsch und Reinhard Busse von der Technischen Universität Berlin.

Zur G+G-Digital 02/22

G+G 01/22: Ausblick auf die neue Legislatur

Was die Ampel-Pläne für Gesundheit und Pflege bringen

Die neue Bundesregierung hat sich im Bereich Gesundheit und Pflege viel vorgenommen. Warum bei den Reformvorhaben die Stabilisierung der Kassenfinanzen ganz oben auf der Agenda stehen muss, erklären Kai Senf und Steffen Koczott vom AOK-Bundesverband.

Pflegeversicherung, sektorenübergreifende Versorgung, Kassenfinanzierung – im G+G-Interview benennt Carola Reimann, die neue Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, vor welchen wichtigen Aufgaben die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung stehen und welche inhaltlichen Schwerpunkte sie setzen möchte.

Für Krankenkassen gelten beim Datenschutz weitaus strengere Regeln als für Leistungsanbieter und private Krankenversicherer. Welche Folgen das hat und was die Politik ändern sollte, skizziert Mathias Schadly vom AOK-Bundesverband.

Behandlungsqualität und Patientensicherheit hängen auch davon ab, wie gut die Gesundheitsberufe kooperieren. G+G-Autorin Bärbel Triller macht deutlich, dass Projekte für interprofessionelles Lernen und eine Pflegeausbildung vor dem Medizinstudium die Perspektive erweitern können.

Zur G+G-Digital 01/22

G+G 12/21: Prävention schützt den Planeten

Wie sich unser Lebensstil auf Umwelt und Gesundheit auswirkt

Schon Hitzewellen zeigen, wie sehr klimatische Entwicklungen direkte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Wie sich das Gesundheitswesen auf den Klimawandel einstellen kann und was der einzelne Mensch tun kann, darüber diskutierten im G+G-Gespräch die Medizinstudentin Leah Schirren, die Wissenschaftlerin Lilian Busse und der Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg, Johannes Bauernfeind.

Risikostrukturausgleich, Versorgungsverträge und vieles mehr – als Rechtsaufsicht für die bundesunmittelbaren Sozialversicherungen sorgt das Bundesamt für Soziale Sicherung dafür, dass der Kassen-Wettbewerb in geordneten Bahnen verläuft. G+G-Autor Thomas Rottschäfer gewährt einen Einblick und zeigt die Schlüsselstellung der Behörde im Gesundheitswesen auf.

Tag und Nacht am Computer sitzen – Internet- und Onlinespielsucht nehmen zu. Betroffene isolieren sich vor ihrem PC, setzen soziale Beziehungen aufs Spiel, vernachlässigen Job, Schule oder Studium. G+G-Redakteur Thorsten Severin stellt ein Online-Programm vor, das hilft, aus dieser Abhängigkeit herauszukommen.

Seit 2020 rechnen Krankenhäuser die Pflege über ein mit den Kassen verhandeltes Budget ab. Das hat bisher eine Doppelfinanzierung begünstigt. Michael Slowik und David Scheller-Kreinsen vom AOK-Bundesverband erklären, warum die Fallpauschalen in diesem Zusammenhang vollständig bereinigt werden müssen.

Zur G+G-Digital 12/21