Diese Behandlungsmethoden sind als Alternativen oder auch als Ergänzung zur evidenzbasierten sogenannten Schulmedizin zu verstehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Alternativmedizin als ein breites Spektrum von Heilmethoden, die nicht Teil der Tradition des jeweiligen Landes sind und nicht in das dominante Gesundheitssystem integriert sind. Homöopathie und Akupunktur sind in Deutschland die bekanntesten alternativen Heilverfahren. Für diese und andere alternative Heilmethoden wie Phytotherapie, Osteopathie oder Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) gibt es meist keine oder nur unzureichende wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit der jeweiligen Methode zweifelsfrei nachweisen könnten. Aus diesem Grund sind viele alternative Heilmethoden nicht Teil der Regelversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) . Verschiedene Krankenkassen übernehmen die Therapiekosten der Homöopathie, Phytotherapie und für die anthroposophische Medizin im Rahmen von Wahltarifen oder der Integrierten Versorgung. Die Akupunkturbehandlung wurde auf der Basis der sogenannten gerac-Studie durch den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 18. April 2006 als Therapie gegen chronische Rücken- und Knieschmerzen in die Regelversorgung aufgenommen.