Statements des AOK-Bundesverbandes

Teures Geschenk an die Apotheken

(15.06.22) Der AOK-Bundesverband hat den jüngst veröffentlichten Schiedsspruch zu den pharmazeutischen Dienstleistungen scharf kritisiert. Die Vergütungen für simple Leistungen wie die Blutdruckmessung seien „viel zu hoch angesetzt“, sagte die Vorstandsvorsitzende Dr. Carola Reimann. Dass die pharmazeutischen Dienstleistungen als Pflichtprogramm durchgesetzt würden, sei "ein spätes Geschenk des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Jens Spahn" an die Apothekerinnen und Apotheker.

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Finanzergebnisse 01/22: Perspektiven weiter höchst unsicher

(03.06.22) Trotz eines leichten Überschusses im ersten Quartal 2022 von 81 Millionen Euro sieht die AOK-Gemeinschaft hinsichtlich der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) keinen Grund zur Entspannung. "Dieses Zwischenergebnis lässt für die weitere finanzielle Perspektive der gesetzlichen Krankenkassen nichts Gutes erwarten: Weiterhin steht die GKV-Defizitprognose von mindestens 17 Milliarden Euro für 2023 im Raum", warnte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann. Zudem seien die Zahlen des ersten Quartals traditionell schwierig zu lesen, weil noch nicht alle Abrechnungen eingeflossen seien.

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Einsatz biologischer Austauschpräparate ist sicher und effizient

(19.05.22) Der AOK-Bundesverband weist Forderungen mehrerer Pharmaverbände zurück, den "automatischen" Austausch biologischer Arzneimittel, sogenannter Biologika, zu stoppen. "Laut einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) wären allein im Jahr 2019 Einsparungen in Höhe von 758 Millionen Euro für die GKV möglich gewesen, wenn in der Therapie immer das preiswerteste vergleichbare Biosimilar zum Einsatz gekommen wäre", unterstreicht die Vorstandsvorsitzende Dr. Carola Reimann. Ab August 2022 greift eine neue Regelung zur verpflichtenden Substitution von Original-Biopharmazeutika durch Biosimilars in den Apotheken.

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Klinikreform: Krankenkassen müssen angemessen Gehör finden

(02.05.22) Die Berufung einer Regierungskommission durch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist für den AOK-Bundesverband „der erste Schritt, um die überfällige Krankenhausreform anzustoßen“. „Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass auch die Beitragszahler sowie Arbeitgeber als Financiers direkt eingebunden werden“, sagte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, in einer ersten Reaktion auf die Ankündigung des Ministers.

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GKV-Finanzen 2023: Krankenkassen brauchen vor Herbst Planungssicherheit

(08.04.22) Der AOK-Bundesverband fordert die zügige Klärung der Finanzausstattung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das Jahr 2023. Die GKV trage "entscheidend zur Arbeitsplatzsicherung und Wettbewerbsfähigkeit" bei. "Inzwischen ist aber zu befürchten, dass der Finanzminister erst spät im Herbst darüber entscheidet, wie die GKV mit zusätzlichen Bundesmitteln stabilisiert wird", warnte die Vorstandsvorsitzende Dr. Carola Reimann anlässlich der Haushaltsberatungen für 2022 im Bundesrat am Freitag (8. April).

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Mehrsprachig und digital: Neue Plattform bietet Hilfe für Schwangere

(30.03.22) Aufgrund der Ereignisse in der Ukraine ist die digitale Plattform "HEDI - digitale Unterstützung rund um die Schwangerschaft" früher als geplant am Mittwoch (30. März) online gegangen. Alle Inhalte stehen nicht nur auf Deutsch, Englisch, Französisch und Persisch, sondern auch auf Ukrainisch kostenfrei zur Verfügung. Die AOK unterstützt das Projekt der Kommunikationsagentur "aidminutes". Schon die Ursprungsidee habe sie von Anfang an überzeugt, sagte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann. Das Angebot angesichts des Krieges in der Ukraine vorzuziehen, nannte Reimann eine "hervorragende Initiative“.

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Pläne zu GKV-Finanzen zeigen Lücken

(16.03.22) Als "unumgänglich" bezeichnet die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, eine "gemeinsame Kraftanstrengung", um die Finanzen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abzusichern. Dazu beinhalte der jetzt bekannt gewordene, aber noch nicht abgestimmte Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums für ein GKV-Finanzstabilisierungsgesetz eine Reihe notwendiger Maßnahmen. Sie bezweifle jedoch, "dass das jetzt geplante Maßnahmenpaket ausreicht, um die GKV-Finanzen dauerhaft zu stabilisieren".

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Biologische Unterschiede stärker in der Medizin berücksichtigen

(07.03.22) Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, fordert, dass biologische Unterschiede stärker in Forschung und Versorgung einfließen müssen. "Denn das Geschlecht beeinflusst über genetische, epigenetische und hormonelle Faktoren die Funktionsweise des Organismus", sagt Reimann anlässlich des Internationalen Frauentages am Dienstag (8. März). Die medizinische Forschung sei jedoch lange Zeit überwiegend auf den männlichen Organismus ausgerichtet gewesen.

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Ausnahmeregelung für Orphan Drugs abschaffen

(25.02.22) Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen (Orphan Drugs) werden wegen des hohen Therapiebedarfs oft auf der Grundlage kleiner oder unvollständiger Studien beschleunigt zugelassen und sind zunächst von der Nutzenbewertung befreit. Eine Analyse des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen zeigt, dass nur bei jedem zweiten dieser Medikamente am Ende ein Nutzen nachgewiesen werden kann. Die Vorstandsvorsitzende des AOK Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, fordert deshalb, die Ausnahmeregelungen für Orphan Drugs abzuschaffen. Betroffene bräuchten Gewissheit, dass der Nutzen von Medikamenten nachgewiesen ist, unterstreicht Reimann.

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Sondereffekte belasten AOK stärker als andere

(21.02.22) Das Defizit der AOK-Gemeinschaft ist in den letzten drei Monaten des Jahres 2021 noch einmal um mehr als die Hälfte gestiegen. Von 2,7 Milliarden auf über 4,1 Milliarden Euro. Laut Analyse des AOK-Bundesverbandes wirkt sich die jüngste Reform des Risikostrukturausgleichs (RSA) vor allem für die AOKs negativ aus. Zudem belaste der Zugriff des Gesetzgebers auf die Rücklagen der Krankenkassen die AOK-Gemeinschaft überproportional.

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Malus-Regelung für Ungeimpfte schießt über das Ziel hinaus

(09.02.22) Mit einem klaren Bekenntnis zum Solidarprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat sich die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, in die Diskussion um höhere Kassenbeiträge für Ungeimpfte eingeschaltet. Jeder leiste seinen finanziellen Beitrag: "Junge wie Alte, Gesunde wie Kranke, die mit mehr Geld und die mit weniger Geld", unterstrich Reimann. "Ein paar Impfgegner" dürften die Solidarität aller nicht zerstören.

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Stärkung und Weiterentwicklung der Patientenrechte

(08.02.22) Der AOK-Bundesverband hat Reformforderungen des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) hinsichtlich des Patientenrechtegesetzes begrüßt. "Wir teilen das grundsätzliche Anliegen des Sozialverbandes Deutschland. Die Patientenrechte müssen dringend weiterentwickelt werden“, unterstrich die Vorstandsvorsitzende Dr. Carola Reimann. Der SoVD hatte am Dienstag (8. Februar) das Gutachten "Stärkung und Weiterentwicklung der Patientenrechte in Deutschland" zum Patientenrechtegesetz vorgelegt.

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