AOK-Überschüsse sinken im Jahresvergleich

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Jens Martin Hoyer

(22.08.18) Nach 650 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2017 lag der Überschuss der AOK im gleichen Zeitraum 2018 bei lediglich 371 Millioen Euro. Insgesamt zog der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jens-Martin Hoyer, nach den ersten beiden Quartalen des Jahres gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) eine positive Bilanz:

"Die Leistungen der AOK überzeugen nach wie vor auch sehr viele junge Menschen, Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Insgesamt sind wir im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent gewachsen. Zugleich schafft es die AOK, ihre Ausgabenentwicklung durch eine hochwertige, aber wirtschaftliche Versorgung auf einem sehr niedrigen Niveau zu halten. Mit nur 1,3 Prozent Steigerung je Versicherter werden wir hier deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegen. Das erste Halbjahr 2018 haben wir daher mit einem Überschuss von rund 371 Millionen Euro abgeschlossen. Das ist erfreulich, darf aber über zwei Dinge nicht hinwegtäuschen. Erstens ist das weniger als die AOK an zwei Tagen für die Versorgung ihrer Versicherten bezahlt. Und zweitens liegen wir damit auch im zweiten Quartal dieses Jahres deutlich unter den Ergebnissen des Vorjahres (650 Millionen Euro). Die Bundesregierung sollte bei den anstehenden Reformen also trotz der immer noch guten finanziellen Lage der Krankenkassen auf Augenmaß achten und die Gelder zielgerichtet einsetzen statt Einzelinteressen zu bedienen."