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Erfahrungen sammeln, Bedenken ernst nehmen, Hygieneregeln einhalten

Statement des Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, zur Einführung der Corona-Warn-App

Foto: Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverband - pr

(15.06.20) "Die AOK begrüßt die Einführung der Corona-Warn-App. Neben Abstands- und Hygieneregeln sowie dem Tragen von Masken bietet sie eine weitere Option, um die Ausbreitung des Coronavirus in den Griff zu bekommen. Je mehr Bürgerinnen und Bürger sich die App herunterladen, desto besser kann sie wirken. Gleichzeitig ist es aus Sicht der AOK aber wichtig, dass die Nutzung der App freiwillig ist und bleibt. Der Schutz und die Sicherheit der Nutzerdaten sind umfassend diskutiert und geprüft worden. Falls trotzdem noch Lücken oder Bedenken einzelner Akteure auftauchen sollten, müssen diese berücksichtigt werden. Bei diesem Thema brauchen wir eine breiten gesellschaftlichen Konsens, damit die App die notwendige Akzeptanz findet.

Allen Nutzern sollte bewusst sein, dass es sich bei der Corona-Warn-App nur um ein zusätzliches Instrument zur Infektionsbekämpfung handelt. Die App-Nutzung sollte nicht zur Nachlässigkeit bei der Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln führen. Außerdem sollten alle Nutzer der App bedenken, dass Fehlalarme nicht ausgeschlossen sind. Zudem kann man auch Kontakt zu Infizierten haben, ohne eine Warnmeldung der App zu erhalten – zum Beispiel, weil die infizierte Person die App nicht heruntergeladen oder ihre Bluetooth-Funktion nicht aktiviert hatte.

Es gilt jetzt, Erfahrungen mit der Anwendung zu sammeln und die Prozesse rund um die App – zum Beispiel die Rolle des öffentlichen Gesundheitsdienstes im Zusammenhang mit den Warnmeldungen aus der App – gut zu organisieren, damit dieses Instrument tatsächlich Nutzen stiften kann."